Jedes Team braucht einen Anführer. Der Gründer eines Startups ist dabei nicht nur der Chef, er ist auch ein Vorbild für seine Mitarbeiter. Er muss die Vision des Unternehmens voller Leidenschaft und Überzeugung vertreten und die Unternehmenskultur vorleben. Doch muss er auch bereit sein, Kompromisse einzugehen, um das komplette Team auf eine Ebene zu bringen.

Die wichtigste Aufgabe des Anführers ist es, dass ganze Team dazu zu motivieren für die Idee zu brennen, das Genie bzw. den Superstar einzufangen und die verschiedenen Persönlichkeiten optimal anzusprechen und zu motivieren.

Ein guter Teamleiter oder Geschäftsführer braucht die richtige Mischung aus Startup-Geist und fachlichen bzw. unternehmerischen Fähigkeiten.

 

Anatomie eines Unternehmers (Quelle: Devrant)

 

Er braucht eine klare Vision wo das Unternehmen sich hinbewegt, nicht nur innerhalb des nächsten Jahres, sondern wo es in fünf oder zehn Jahren stehen kann. Dafür muss er den Finger am Puls der Zeit haben, er muss den Markt verstehen und Trends frühzeitig erkennen. Viele Gründer sind Visionäre in ihrem Feld, doch nicht alle können dieses Bild der Zukunft auch richtig vermitteln. Es braucht daher Kommunikations- und Motivationsfähigkeit, damit alle Mitarbeiter und Teammitglieder verstehen, dass sie an etwas Großem arbeiten, was die Welt verändern könnte.

Aus diesem Grund ist der Generalisten gefordert. Trotz fachlicher Spezialisierung muss der Anführer in der Lage sein, den Brückenschlag zwischen der fachlichen Herausforderung und den allgemeinen Notwendigkeiten herzustellen. Bei allen Schritten des Innovationsprozesses muss er die Fäden in der Hand halten und den Überblick behalten. Dafür braucht es den klassischen Generalisten, der aus der Vogelperspektive das Projektmanagement übernimmt, sowie den Spezialisten, der das Thema durchblickt.

Die Gründer eines Startups müssen nicht nur in der Lage sein, ihr Geschäft und den Markt im Detail zu verstehen, sondern auch immer die Anforderungen der Kunden im Blick behalten. Sie müssen flexibel auf Veränderungen reagieren können, damit das Unternehmen wachsen kann und sich die Dynamik, die ein Startup auszeichnet beibehält.

 

Was Unternehmer von Gründern lernen können

Für das eigene Management können traditionelle Unternehmen daher festhalten, dass es von zentraler Bedeutung ist den Blick über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus zu heben. Von anderen Branchen kann man sehr viel lernen, daher sollte neben einer notwendigen Spezialisierung auch ein breites Wissen aus verschiedensten anderen Bereichen vorhanden sein. So wie der Startup-Gründer, müssen Manager schnell reagieren können und die entsprechenden Schlussfolgerungen aus Veränderungen am Markt zu ziehen.

Wir können viel von Startups, ihren Teams und ihren Gründern lernen, doch das wichtigste ist es auch den Schulterschluss zum eigenen Unternehmen zu finden. In Vorträgen und Workshops versuche ich dies bei den Unternehmern zu festigen, denn häufig herrscht eine große Faszination bei den traditionellen Unternehmern für die Art, wie Startups geführt werden, doch ist auch auf der Seite der Jungunternehmen nicht alles perfekt. Die Kunst ist es daher das Beste aus beiden Welten zu identifizieren und ins eigene Geschäftsmodell zu integrieren.

 

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