Der Handel ist im stetigen Wandel. Von Amazon Go bis zu selbstfahrenden Transportern bei Wallmart haben neue Technologien Einzug in den klassischen Einzelhandel genommen. Doch eines ist seit Jahren ein unveränderter Begleiter bei jedem Einkauf – der Einkaufswagen. Das Startup Caper sagt mit einem KI-gesteuerten Einkaufwagen lästigem Warten an der Supermarktkasse den Kampf an.

“If you walked into a grocery store 100 years ago versus today, nothing has really changed.” -- Lindon Gao , Caper co-founder and CEO

Der neue Einkaufswagen von Caper hat einen eingebauten Barcode-Scanner und einen Kreditkartenleser, um alle Prozesse, die aktuell an der Kasse abgelaufen sind zu automatisieren. Dank der eingebauten Scanner werden die Produkte, die eingelegt werden, automatisch von den drei eingebauten Bilderkennungskameras erkannt und sofern nötig über Gewichtssensoren abgewogen. Auf diese Weise soll der Einkauf nicht nur effizienter werden, sondern auch Spaß machen.

 

Caper Smart Cart - Make Shopping Magic

Caper Smart Cart -- Make Shopping Magic (Quelle: Caper AI)

 

Der KI-gestützte Einkaufwagen wird bereits in zwei Geschäften in New York eingesetzt und listet Handelspartner wie Key Food Fresh, Met Fresh und Pioneer Supermärkte auf. Bisher, so das Startup, konnten sie verzeichnen, dass mit Capers Einkaufswagen ausgestattete Käufer bis zu 18 Prozent mehr pro Besuch kauften, als in Vergleichsmärkten.

Der Einkaufwagen zeigt den Kunden auch aktuelle Produktempfehlungen und hilft ihnen bei ihrem Einkauf. Mit dieser Technik hat Caper bereits 3 Millionen Dollar gesammelt, darunter eine 2,15 Millionen Dollar Seed-Runde.

 

Innovations-Profil: Caper Einkaufswagen

Das langfristige Ziel von Caper ist es, die mit ihrer modernen Scannertechnologie die Kassen in Supermärkten vollständig abzuschaffen und die Kunden durch die im Wagen verbaute künstliche Intelligenz zu unterstützen. Im Innovations-Profil sieht das dabei wie folgt aus:

Caper AI - Innovations-Profil

Self-Check-Out und Smarte Einkaufswagen gab es bereits in der Vergangenheit. Sowohl von Microsoft, als auch von anderen Technologie-Unternehmen wurde der Wunsch den Einkauf zu verändern schon immer getragen. Trotz allem sind viele Komponenten, die bei Caper so nahtlos ineinander übergehen, eine Neuerung. Der Neuartigkeitsfaktor fällt trotz allem im Mittelwert aus. Unsicherheit und Komplexität fallen sehr gering aus. Die Nutzung eines klassischen Einkaufwagens ist gelernt und Capers Lösung führt diese Prozesse einfach in das nächste Jahrhundert. Der Konfliktgehalt hingegen ist noch recht hoch. Viele Leute werden der Lösung zu Beginn misstrauen und erst kritisch begutachten, ob die aufgeführten Waren auch wirklich korrekt aufgezeichnet wurden.

Fazit: Insgesamt geht Caper mit ihrem KI-Einkaufswagen in die richtige Richtung. So vieles hat sich im Zuge der Digitalisierung verändert, doch der Handel hält bislang an Methoden fest, die sich seit Jahrzehnten nicht modernisiert haben. Die Kombination aus traditionellen Prozessen und neuer Technologie im Einkaufswagen ist daher genau der Hybrid, den der Einzelhandel braucht.

 

 

Beitragsbild: Caper

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