Startups. Sie sind die jungen Innovativen, streifen durch den Markt, suchen ihre Nische, in der sie ihre Ideen verwirklichen können, in der sie die Kundenbedürfnisse einzigartig und innovativ befriedigen können.

In der Pionierphase, in der sich auch Startups befinden, können sich Unternehmen ein solches Verhalten auch häufig noch leisten. Die Unternehmen stehen am Anfang ihrer Karriere, weisen noch eine direkte, unkodifizierte und informelle Art der Führung auf und lassen sich von den Visionären, die das Unternehmen gegründet haben, motivieren. Die Unternehmensführung hat hier noch einen beinahe unglaublichen Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens. Gemeinsam sucht das Team, als Einheit, das nächste große Ding durchzuziehen, das ist der Treiber eines Startups. Mit diesem Denken haben sie ein überdurchschnittliches Potenzial zu wachsen und erfolgreich zu werden.

 

Eigenschaften von Startups und Gründern

Doch was genau sind die Eigenschaften, die das Pionierdenken eines Startups ausmachen und es in seiner Dynamik und Unternehmensphilosophie so vom Konzern unterscheiden. Was können Konzerne und Mittelständler von ihnen lernen oder worauf müssen sie sich einstellen, wenn sie eine Partnerschaft suchen?

Die Kultur und Art zu Arbeiten ist bei Startups einzigartig. Sie zeichnen sich besonders aus durch ihre treibenden Faktoren aus. Forbes hat dabei beispielsweise die folgenden Faktoren identifiziert:

  • Vision: Die Vision ihrer unternehmerischen Zukunft zeichnet die Gründer besonders aus. Schon in ihrer Frühphase müssen sie wissen, wie sie die ersten Euro verdienen können. Je präziser die Vision ausgearbeitet ist, desto stärker treibt sie die Unternehmer und ihr Team an und wird zum Kompass aller unternehmerischen Entscheidungen.
  • Ziele: Startups verfolgen ein festes Ziel. Sie möchten etwas schaffen, was die Leute auch wirklich nutzen werden. Das ist es, was den Gründer und sein Team antreibt. Der „Produkt-Market-Fit“ ist dabei die treibende Kraft vieler Gründer, während sie Überstunden und Nachtarbeit einlegen. Das Ziel und diese Hartnäckigkeit es zu erreichen steigert final ihre Chance auf Erfolg.
  • Geschwindigkeit: Startups bestechen durch ihre flexiblen Strukturen und sind so häufig schneller als Konzerne mit ihren eingefahrenen Strukturen und Abläufen. Sie schaffen es Dinge schneller und schlanker umzusetzen und ihre Meilensteine und Ziele besser und effizienter zu erreichen. Alles durch eine ungebrochene Motivation, die das gesamte Team trägt.
  • Risikobereitschaft: Die Geschwindigkeit spiegelt sich auch in der Risikobereitschaft wieder. Das Wort Pivot ist im Wortschatz jedes Startups fest verankert. Startups müssen schnelle Entscheidungen auf einem ungewissen Markt treffen und auch den Mut haben ihre komplette Idee umzubauen, bis sie auf den Markt und den Kunden passt. Das Motto vieler Gründer ist dabei: Hohes Risiko, hoher Gewinn.
  • Budgetmanagement: Startups haben zwar von Anfang an viel Energie, doch häufig gerade zu Beginn wenig Kapital. Sie müssen lernen mit möglichst kleinem Budget das Beste zu schaffen. Ziel ist es schließlich in schneller und kosteneffizienter Art Lösungen zu kreieren, für die großen Unternehmen häufig sehr lange brauchen. Gründer müssen bis ins kleinste Detail einschätzen können, was ihr Unternehmen braucht, um möglichst budgetorientiert arbeiten zu können.
  • Zeitmanagement: Das Startup-Leben ist kein Zuckerschlecken, das muss gesagt werden. Neben einem Berg an Arbeit haben sie nur begrenzte Ressourcen in Personal und Kapital. Sie müssen ihren Fokus also sehr zielgerichtet setzen, um sich nicht in unwichtigen und geschäftsschädigenden Kleinigkeiten zu verlieren. Eine gute und effiziente Priorisierung ist hier der Schlüssel zum Erfolg.
  • Verantwortungsbewusstsein: In Startups hängt der Erfolg des Unternehmens von jedem einzelnen Mitarbeiter ab. Ein Gründer ist dabei nur so gut wie sein Team. Jeder von ihnen trägt seinen Teil zum Erfolg des Unternehmens bei. Am Erfolg ist jeder Beteiligt, genauso wie am Scheitern. Das ist jedoch auch der Grund, weshalb viele Startups Probleme mit dem Unternehmenswachstum haben. Hier verschwindet leider häufig diese Art der Gemeinschaft, da die Verantwortung des Einzelnen sinkt.

Startups sind, das wird schnell deutlich, mit ihrer Aktivität in einem risikoreichen, aber spannenden Umfeld unterwegs sind. Im Gegensatz zu großen Konzernen haben sie die Fähigkeit innerhalb kürzester Zeit das komplette Geschäftsmodell zu verändern und radikal anzupassen und die Höhen und Tiefen (ggf. auch durch mangelnde Erfahrung) besser zu verkraften, als es ein großer Konzern mit vielen tausenden Mitarbeitern tun kann. Kleine Unternehmen sind, trotz mancher Hürden, bei Innovationsprozessen im Vorteil.

 

Sie können Ideen schneller aufgreifen, problemloser umsetzen. Sie stoßen an weniger Hürden, da sie für viele Lösungen weniger Kosten verursachen, als es die großen Firmen tun würden.  Doch das wesentliche was ein Startup auszeichnet, ist ihr ungebrochener Glaube an das was sie tun. Sie glauben an ihre Vision. Der Geschäftsführer bzw. die Gründer müssen dies so überzeugend und mit so viel Passion wie möglich rüberbringen. Sie sind die Vorbilder, zu denen das Team aufsieht. Wenn jeder Gründer also für ein Thema brennt, wird es sein Team auch tun.

 

Für viele klassische Unternehmer mag das jetzt schwer zu fassen sein, doch Startups sind nicht nur Jungunternehmer. Die Startup Szene ist ein Lifestyle geworden, der weit über eine traditionelle Unternehmenskultur hinausgeht.

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