Urbanisation, älterwerdende Bevölkerung und Digitalisierung. Diese Megatrends prägen nicht nur unseren Alltag, sondern auch die Zukunft. Besonders der Agrarsektor wird dabei vor großen Herausforderungen stehen. Bis 2050, so die Vorrausage der FAO, werden rund 9,6 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Damit steigen die Anforderungen an die Lebensmittelproduktion enorm. Um die neuen Herausforderungen zu meistern, und saisonale Ereignisse und Gegebenheiten optimal zu nutzen, erfreut sich das sogenannte Smart Farming einer immer größeren Beliebtheit.

Durch die Digitalisierung und den konstanten Wachstum an auslesbaren Daten, wissen Farmer heute mehr denn je über die optimalen Bedingungen des An- und Abbaus von Nahrungsmitteln. Mit intelligenten Maschinen und Sensoren werden die Prozesse zunehmend datengesteuert und treiben das Smart Farming voran.

 

Was ist Smart Farming?

Smart Farming – Wie digital ist unsere Landwirtschaft?

Smart Farming – Wie digital ist unsere Landwirtschaft? (Quelle: dotSource GmbH)

 

Smart Farming beschreibt im Wesentlichen den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Landwirtschaft. Entwicklungen, wie das Internet der Dinge (IoT), Sensortechnologie, GPS-Systeme und vor allem Big Data, spielen in der technologisch optimierten Landwirtschaft eine große Rolle. Mit Fortschreiten der Entwicklungen werden auch unbemannte Fahrzeuge (Drohnen, selbstfahrende Traktoren) wichtige Bestandteile der Zukunft sein.

 

Smart Farming im Einsatz

Es gibt bereits einige Startups, Unternehmen und Regionen, die Smart Farming testen. Ein Beispiel ist das EU-Forschungsprojekte „Flourish“ in der Schweiz. Hier kommuniziert ein Quadrocopter mit einer Drohne, um Unkraut auf den Feldern zu identifizieren und zu vernichten. Auch die gezielte, lokale Freisetzung von Pestiziden ist in diesem Smart Farming Projekt möglich. Der Roboter „Anymal“ der ETH Zürich ist ein weiteres Beispiel eines erfolgreichen Versuchs. Durch Sensoren und Tracking-Systeme misst er Bodenfeuchte und Nährstoffe im Boden und hilft einen gezielten Anbau zu unterstützen.

Dies sind nur wenige Beispiele, wie Roboter, Maschinen und Daten den Menschen unterstützen und die Farbarbeit erleichtern können. Natürlich geht eine solche Entwicklung nicht völlig ohne eine kritische Betrachtung. Neben hohen Anschaffungskosten klagen die Bauern besonders über fehlende Kompetenzen im Umgang mit den neuen Technologien. Doch wie bei den meisten neuen Technologien braucht auch das Smart Farming einfach einen Vorlauf und den Mut etwas Neues zu Testen. Dann kann es durch seine enorme Steigerung in Effizienz und Ertrag die Zukunft der Landwirtschaft aktiv gestalten.

 

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