Blockchain, Quantencomputer, Augmented Analytics und künstliche Intelligenz sind nur einige Trends, die das nächste Jahr grundlegend prägen werden. Das Forschungsinstitut Gartner hat in ihrer zweiten Auflage der Top 10 Strategic Trends wieder einen Blick über den Tellerrand geworfen und einige Prognosen für das nächste Jahr gesetzt. Während sich die 2018 Version stark auf strategische Prognosen fokussierte, geht es in der neuen Auflage stark um die Technologien der Zukunft.

“The future will be characterized by smart devices delivering increasingly insightful digital services everywhere,” David Cearley, Gartner Vice President.

 

Trend Nr. 1: Autonome Dinge

Von den autonomen Autos oder Robotern liest man häufig, doch mit der weiteren Entwicklung der Robotik eröffnen sich weit mehr Möglichkeiten der Automation. Die KI kann schon heute viele Aufgaben erledigen, die traditionell vom Menschen erledigt wurden.

Bei der Automation, so Gartner, gibt es dabei fünf Kategorien:

  • Robotik
  • Fahrzeuge
  • Drohnen
  • Geräte
  • Agenten

Der Tipp für Unternehmen hierbei ist, dass man die Möglichkeit der KI-gesteuerten Objekte testet, doch dabei nicht vergisst, dass Automation am besten funktioniert, wenn man sie für eng definierte Zwecke einsetzt.

Trend Nr. 2: Augmented Analytics

Der Data Scientist ist ein Berufsbild der Zukunft. Sie haben immer mehr Daten, die es zu analysieren und interpretieren gilt. Die Schlussfolgerungen daraus haben extreme Auswirkungen auf Prozesse und Geschäftsmodelle. Die Augmented Analytics Prozesse sind dabei die nächste Generation der Datenanalyse. Mit automatisierten Algorithmen können die Data Scientists komplexere Datensätze analysieren und neue Hypothesen aufstellen.

Mit Hilfe der automatisieren Alogrithmen werden versteckte Muster effizienter und objektiver identifiziert. So werden unbeabsichtigte Verzerrungen durch den Analysten vermieten. Gartner prognostiziert, dass bis 2020 mehr als 40% der Aufgaben in der Datenwissenschaft automatisiert werden, was zu einer höheren Produktivität führt und auch die Möglichkeit eröffnet ohne Ausbildung in Data Science oder Analytics Dateneinblicke zu erhalten.

 

Trend Nr. 3: KI-getriebene Entwicklung

Allein die ersten beiden Trends zeigen, dass künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren eine hohe Relevanz haben wird. Die KI-gesteuerte Entwicklung umfasst dabei Tools, Technologien und Prozesse. Dieser Trend entwickelt dabei von einer Anwendung für Data Scientists zu einer Lösung, die auch unabhängig von Entwicklern und Experten funktioniert.

 

Trend Nr. 4: Digitale Zwillinge

Ein digitaler Zwilling ist eine digitale Darstellung, die ein reales Objekt, einen Prozess oder ein System widerspiegelt. Einsatz finden die digitalen Zwillinge besonders im Internet der Dinge, da durch sie die Entscheidungsfindung im Unternehmen verbessert wird. Dies geschieht, indem sie Informationen über Wartung und Zuverlässigkeit, Einblicke in die Leistungsfähigkeit eines Produkts, Daten über neue Produkte und Effizienzsteigerung liefern.

Trend Nr. 5: Empowered edge

Edge Computing ist eine Topologie, bei der die Informationsverarbeitung und die Sammlung und Bereitstellung von Inhalten näher an den Informationsquellen platziert werden, mit der Idee, dass die Beibehaltung des lokalen Datenverkehrs die Latenzzeiten reduziert.

“Technology and thinking will shift to a point where the experience will connect people with hundreds of edge devices”

Bis 2028 erwartet Gartner eine stetige Zunahme der Einbettung von Sensor-, Speicher-, Rechen- und erweiterten KI-Funktionen in Edge-Geräten.

 

Trend Nr. 6: Immersive Technologien

Bis 2028 werden Technologien wie Augmented Reality, Virtual Reality und Mixed die Mediennutzung grundlegend verändern. Die immersiven Erlebnisse sind dabei nicht nur etwas für die Unterhaltungsbranche, sondern auch für die Unternehmen. Bis 2022, so Gartner, werden 70% der Unternehmen mit immersiven Technologien experimentieren und 25% werden in der Produktion eingesetzt werden.

 

Trend Nr. 7: Blockchain

Blockchain bringt das Vertrauen zurück in die Unternehmenswelt. Es eröffnet Firmen Transaktionen nahtlos zu verfolgen und nichtmehr mit unseriösen Parteien konfrontiert zu werden. Dies reduziert nicht nur Geschäftsprobleme in allen Branchen ungemein, sondern hat auch Auswirkungen auf alle Unternehmensbereiche.

Reine Blockchain-Modelle sind aktuell zwar noch sehr unausgereift und viele Firmen tun sich mit der Skalierbarkeit schwer, doch eine deutliche Empfehlung ist es, dass Unternehmen schon heute mit der Evaluierung der Technologie beginnen sollten. Der Report von Gartner prognostiziert dabei, dass die Blockchain bis 2030 einen Geschäftswert von 3,1 Billionen Dollar  schaffen wird.

Trend Nr. 8: Intelligente Räume

Ein intelligenter Raum ist eine physische oder digitale Umgebung, in der Menschen und technologiegestützte Systeme in zunehmend offenen, vernetzten, koordinierten und intelligenten Ökosystemen interagieren. Mit der zunehmenden Integration neuer Technologien in den Alltag, gehen die bereits beschriebenen Trends KI, Edge Computing, Blockchain und der digitale Zwillinge diesem Trend voran, da aus individuellen Lösungen intelligente Räume werden.

 

Trend Nr. 9: Digitale Ethik und Datenschutz

In einer Datengesellschaft steigt der Wert der Daten zunehmend. Die Verbraucher werden sich der Relevanz ihrer personenbezogenen Daten dabei zunehmend bewusst. Aus diesem Grund werden Datenschutz und Ethik in kurzer Zeit ein zentrales Thema, sowohl für den Nutzer als auch für die Unternehmen.

 

Trend Nr. 10: Quantencomputer

Quantencomputer sind ein exponentiell skalierbares und hochparalleles Rechenmodell. Im Gegensatz zum klassischen Computer besticht der Quantencomputer durch eine unglaubliche Geschwindigkeit und Rechenkraft.

Die Anwendungen in der Praxis reichen von der personalisierten Medizin bis zur Optimierung der Mustererkennung. Laut Gartner-Prognose werden sich die Unternehmen bis 2022 in der Explorationsphase befinden und später mit der Nutzung der Technologie beginnen.

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