Deutschland ist ein Land der Mobilität. Ob in der Luftfahrt oder der Automobilindustrie, alles was sich bewegt hat eine lange Tradition in unserem Land. Wen wundert es daher, dass „Made in Germany“ künftig auch für Tesla und Elon Musk interessant sein soll. Wie diese Woche bekanntgegeben wurde, plant Musk die Europa-Gigafabrik in Brandenburg zu errichten.

Wenn man an große Industriestädte denkt, kommt einem Brandenburg nicht sofort in den Sinn, doch trotz allem soll Brandenburgs Grünheide ab 2021 das Zuhause der offiziellen Gigafabrik von Tesla werden. Hier sollen künftig sowohl Elektroautos, als auch Batterien gebaut werden.

Ein geschickter Schachzug von Musk, sich ins Gebiet der Konkurrenz zu begeben, wenn auch mit etwas Sicherheitsabstand zu BMW, Audi und Co. Trotz der Distanz zwischen München, Ingolstadt, Wolfsburg und Stuttgart zu Brandenburg sind die Fachkräfte der Automobilindustrie trotz allem im Land. Um Tesla auch bezüglich der Ingenieursleistung noch weiter zu bringen, braucht es die passenden Fachkräfte und die findet das US-Unternehmen bei uns.

In einer ersten Stufe sind über 3.000 Arbeitsplätze geplant, bis zu 8.000 könnten es nach einem Ausbau werden. Auch Zuschüsse der EU sind im Gespräch.

 

Was bedeutet das für unser Land?

Deutschland tut sich, was neue Ideen und die Offenheit gegenüber Veränderungen angeht, oft noch schwer. Die von mir so gerne erwähnte German Angst spürt man in vielen Bereichen. Auch die Nachricht der Gigafaktory, die sich in Deutschland niederlassen möchte, wurde nicht von allen Medien mit größter Freude aufgenommen.

Trotz allem wird diese Entwicklung unserem Land guttun. Durch seine Innovationskraft und seine manchmal auch ausgefallenen Ideen ist Elon Musk ein Vorbild der aktuellen Innovationsbranche. Diese Art des Denkens und Arbeitens ist daher etwas, was für viele Fachkräfte, die in Brandenburg für Tesla arbeiten werden, ein Neuanfang. Wie auch bei Google, als diese ihre Unternehmenskultur zunehmend in die Welt gebracht haben, wird auch Teslas Expansion Veränderungen in der Arbeitswelt von Morgen bedeuten und nicht nur die Infrastruktur um Belin/Brandenburg beleben, sondern auch Denken der Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden verändern.

 

 

Beitragsbild: imago images/VCG

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