Das autonome Fahren wird die Mobilität der Zukunft zentral prägen. Automobilhersteller, sowie Serviceanbieter sind hierbei im Wettlauf um die Marktführerschaft auf der Suche nach den besten und innovativsten Lösungen. In einer Zeit, in der es auf Expertise und Geschwindigkeit ankommt, gilt es daher auch ungewöhnliche Partnerschaften einzugehen, um sich gegenseitig zu bestärken und die Vorteile des jeweils anderen für sich zu nutzen. Ein Beispiel sind dabei Daimler und Uber, die gemeinsam an der Zukunft der selbstfahrenden Autos arbeiten und nun auch BMW mit an Bord geholt haben.

Daimler, BMW und Uber – Vorteile des Wettbewerbs nutzen und die Zukunft gestalten

Als die Kooperation von Uber und Daimler vor einiger Zeit bekanntgegeben wurde, mag dies für einige überraschend gewesen sein. Uber und Daimer sind zwar in gewissem Sinne Wettbewerber, doch bieten sie ebenfalls einen hohen Synergiefaktor füreinander. Uber entwickelte bereits in der Vergangenheit Technologien für autonome Autos und ist weit mehr als das Transportunternehmen, für das es berühmt geworden ist. Der Service arbeitet bereits mit Volvo und Ford zusammen. Auch Daimler und Mercedes haben viel Arbeit in diesen Bereich der selbstfahrenden Autos gesteckt. Erst letzten Monat kommt nun ein dritter Spieler mit an Bord. BMW, ein starker Konkurrent von Daimler, wird nun gemeinsam mit den Partnern an der Zukunft des autonomen fahrens arbeiten. Bereits seit Anfang 2019 arbeiteten die beiden Automobilkonzerne eine gemeinsame Entwicklungsallianz aus. Nun wurde im Juli der Vertrag fürdie Zusammenarbeit unterzeichnet.

Ist das der Beginn eines Dreamteams? Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass sich Uber und Daimler sehr gut ergänzt haben. Man kann sagen, sie sind, wenn es um eine Kollaboration im Innovationssektor geht, komplementär. Durch die Kombination der technologischen Stärken von Daimler und Uber können viele Menschen auf Knopfdruck ein zuverlässiges Transportmittel nutzen, welches das Beste aus beiden Welten vereint. Es geht vor allem um die intelligente Kombination von autonomer Technologie, in der Daimler bereits sehr fortschrittlich ist, und einer zentralen Plattform für Fahrzeuge, von denen eine von Uber betrieben wird.

Diese Kombination der Stärken beider Partner ermöglicht es ihnen, den Markt schneller zu dominieren und den Wettbewerb zu übertreffen. Darüber hinaus können Nutzer, die Uber bereits verwenden, den Service einfach weiter nutzen, um selbstfahrende Daimler/Uber Autos zu bestellen. Es ist keine neue App notwendig und die Einstiegshürde ist sehr niedrig. Umgekehrt können Mercedes/Daimler-Fahrer im Ausland schnell auf den ihnen bereits bekannten Fahrkomfort zurückgreifen. Alles dank der kollaborativen Plattform.

Die Kooperation von BMW und Daimler hingegen geht in eine andere Richtung. Ihre Zusammenarbeit an der Zukunftstechnologie soll neue Systeme ermöglichen, aber vorallem erst einen Markt schaffen. Durch den Schulterschluss der großen Automobilhersteller soll die Markteinführung des autonomen Fahrens beschleunigt werden und die Akzeptanz in der Bevölkerung schneller steigen.

 

Alle Partnerschaften im Bereich des autonomen Fahrens kommen genau zum richtigen Zeitpunkt. Der Moment in solche Partnerschaften zu investieren, um völlig neue Mobilitätslösungen zu erschaffen, muss jetzt in der Anfangsphase der selbstfahrenden Autos genommen werden. Es nützt nichts, wenn die Wettbewerber sich gegenseitig versuchen auszuspielen. Es muss gemeinsam an der Zukunft der neuen Autogeneration gearbeitet werden, um sie effizient und sicher zu machen. Außerdem müssen neue Absatzmodelle entwickelt werden. Aktuelle Statistiken besagen, dass der Besitz eines eigenen Autos bis 2030 um bis zu 80% sinken wird. Durch neue Geschäftsmodelle und die Verwendung innovativer Technologien, wie dem autonomen fahren, können sich die Partner Uber, BMW und Daimler auch in einer vom Megatrend der Sharing Economy getriebenen Welt weiter behaupten und ein neues Marktumfeld erschaffen.

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