Die Kinder, die 2018 ihre Schullaufbahn beginnen werden, sind ungefähr im Jahr 2030 bereit in die Arbeitswelt einzutreten. Doch was erwartet die Schüler in dieser Zukunft? Es ist eine Herausforderung für die Lehrkräfte ihre Schüler auf eine Welt voller Technologien vorzubereiten, die noch gar nicht erfunden wurden und um ihnen die richtigen Fähigkeiten für Berufe mitzugeben, die noch nicht zu erwartende Probleme lösen. Es ist daher eine wesentliche Aufgabe der Schulen, die Zukunft als Chance zu betrachten und mit den Lernenden Lösungen zu finden.

Um durch die Ungewissheit der Welt von Morgen zu navigieren, müssen die Schülerinnen und Schüler Neugierde, Fantasie, Flexibilität und Belastbarkeit erlernen. Es reicht nicht einen Coding-Kurs an einer Schule einzuführen, um sie auf die Welt der Daten vorzubereiten. Man muss die Lehre aus einer neuen Perspektive betrachten und die Technologien, die aktuell auch die Bildungsbranche überschwämmen, optimal adaptieren und einsetzen.

 

Personalisiertes Lernen

Wie bereits im Beitrag Future of Education geschrieben, bewegen sich viele Schulen heute auf ein personalisiertes Lernen zu. Die Schule der Vergangenheit ging wenig auf die individuellen Leidenschaften und Fähigkeiten des Einzelnen aus. Doch in einer Welt, in der Technologie, Automatisierung und das Internet der Dinge uns immer mehr Tätigkeiten abnimmt, liegt der Schlüssel zum Erfolg des Einzelnen in seiner Fähigkeit das Beste aus seinen Interessen u machen. Wenn Schulen sich nur auf die Inhalte und fixe Lehrpläne konzentrieren, werden diese schnell veraltet. Es gilt die Bedürfnisse des Lernenden in den Vordergrund zu stellen und eine gesunde Mischung aus der Individualisierung mittels AI Unterstützung und dem persönlichen Touch des Lehrers zu finden.

 

Virtuelles Lernen mit Will

Ein Beispiel für das individuelle und maßgeschneiderte Lernen in der Schule ist Will. Der virtuelle Lehrer, der vom Auckland Energieunternehmen Vector in Kooperation mit der KI Firma Soul Machines entwickelt wurde, ist Teil des Programms „Be Sustainable with Energy“ von Vector, das sie Schulen, die sie mit Strom versorgen, kostenlos anbieten.

 

Energy Education in Schools (Quelle: Vector)

 

Will ist dabei mit einer künstlichen Intelligenz ausgestattet und soll den Schülerinnen und Schülern spielerisch den Umgang mit Energie beibringen. Die Kinder können dabei mit ihm interagieren, sich mit ihm unterhalten und so vertiefte Einblicke in die Welt der erneuerbaren Energien erhalten. Will kann den Schülern nach den Lektionen auch Fragen über den Inhalt stellen, um zu garantieren, dass es sich auch langfristig in ihren Köpfen verankert.

Schaut man sich aktuelle Statistiken an, kann Will dabei die Lehrer bei einigen Themen entlasten. Aktuellen Studienfolge finden 75% der Lehrkräfte ihre Arbeitsbelastung unüberschaubar und die steigende Zahl der Schüler beinahe nicht zu bewältigen. Technologien wie Will können hier Abhilfe schaffen und die Pädagogen unterstützen.

 

Vernetzung der Lehre

Das ist jedoch nur der Anfang. Mit dem Internet der Dinge in den Startlöchern und der zunehmenden Verbreitung von Wearables in Form von Smartwatches können intelligente Schulen geschaffen werden, in denen Schüler, Lehrer und Geräte zentral verbunden sind und so optimal voneinander profitieren. Das ganze Klassenzimmer kann somit zu einer interaktiven Lernumgebung werden.

Bildung, so die Prognose der Experten, wird in Zukunft insgesamt stärker projektbasiert sein und mehr auf interaktive Inhalte setzen. Dies ist eine Reaktion darauf, dass sich das Mediennutzungsverhalten die Schüler zunehmend ändert und sich das Schulsystem diesem anpassen sollte.

 

Lehrer als Agenten des Wandels

Doch was ist mit den Lehrkräften? Die zunehmende Verbreitung von Technologie, so meine feste Überzeugung, wird den Lehrer nicht verdrängen, sondern ihn bestärken. Innovationen und technologische Entwicklungen sind ein Mittel zum Zweck, die Lehrkräfte müssen nur die Chancen nutzen, um ihren Schülern ein einzigartiges Lernerlebnis zu bescheren. Die Zeiten der Lehre nach Buch sind vorbei, die Jugendlichen von heute brauchen neue Einblicke, brauchen Individualität und einen offenen Blick für die Welt.

Die Zukunft der Lehre und des Bildungswesens liegt ohne Zweifel in der Technologie. Doch wie in sehr vielen anderen Branchen hängt der Erfolg einer Innovation auch in der Bildung davon ab, wies sie genutzt wird. Die Lehrkräfte müssen daher auf Fortbildungen gehen, mehr über Cybersicherheit erfahren und es braucht ein durchdachtes Konzept, wo Technologien in das Unterrichtsmodell integrierbar sind, denn der Wandel wird auch vor der Lehre nicht Halt machen. Anwendungen, Videos und Apps, die als Lehrmittel entwickelt wurden, werden die Schülerinnen und Schüler von Morgen prägen. Doch es liegt in der Hand der Pädagogen und Schulen, einen Schritt weiter zu gehen. Offen auf die Zukunft zuzugehen und deren Herausforderungen als Chance zu betrachten. Nur dann werden auch die Schülerinnen und Schüler ein solches Denken adaptieren.

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