Google-Chef für Regulierung der KI

Im Zeitalter der Technologie müssen wir uns fragen, welche Auswirkungen die rasante Entwicklung auf unser Leben hat. Google-Chef Sundar Pichai hat sich nun für rechtliche Regeln im Umgang mit künstlicher Intelligenz ausgesprochen. Besonders sogenannte Deepfake-Videos, in denen reale Personen täuschend echt dargestellt werden können, stellen eine Gefahr für die Gesellschaft dar. Deren Produktion müsse Konsequenzen haben, betonte Pichai in einem Interview mit dem US-TV-Sender CBS.

Doch was ist eigentlich so anders an der viel diskutierten generativen künstliche Intelligenz und wie funktioniert sie? Generative KI kann Texte, Bilder oder Videos produzieren und basiert auf einer großen Menge an Informationen, die sie zum Anlernen verarbeitet hat. Bei Texten kann sie Wort für Wort schätzen, wie ein Satz weitergehen sollte. Das Ergebnis sind teils völlig falsche Informationen, die für den Nutzer nicht erkennbar sind.

Es ist also von großer Bedeutung, sich Gedanken über die gesellschaftlichen Regeln im Umgang mit künstlicher Intelligenz zu machen. Wie Pichai betont, müssen wir Technologie in die Öffentlichkeit bringen, auf die die Gesellschaft vorbereitet ist. Eine wichtige Frage lautet daher: Wie können wir den Fortschritt der Technologie nutzen, ohne dabei die Sicherheit und das Wohl der Gesellschaft zu gefährden?

Das aktuelle KI-Wettrennen zwischen den großen Tech-Playern wurde durch die Veröffentlichung von ChatGPT durch das Start-up OpenAI Ende des vergangenen Jahres ausgelöst. Google hat zwar schon seit Jahren an Software mit künstlicher Intelligenz gearbeitet, zögerte jedoch unter Verweis auf gesellschaftliche Verantwortung immer wieder damit, sie öffentlich zugänglich zu machen. Doch nun ist ein Pakt zwischen OpenAI und dem Google-Rivalen Microsoft in Sicht, der den Internet-Riesen in Zugzwang bringt.

Es bleibt abzuwarten, welche gesetzlichen Regelungen in Zukunft im Umgang mit künstlicher Intelligenz eingeführt werden. Eins ist jedoch sicher: Es bedarf einer sorgfältigen Abwägung der Chancen und Risiken, um sicherzustellen, dass die Technologie uns dient und nicht schadet.

Alexander Pinker
Alexander Pinkerhttps://www.medialist.info
Alexander Pinker ist Innovation-Profiler, Zukunftsstratege und Medienexperte und hilft Unternehmen, die Chancen hinter Technologien wie künstlicher Intelligenz für die nächsten fünf bis zehn Jahre zu verstehen. Er ist Gründer des Beratungsunternehmens „Alexander Pinker – Innovation-Profiling“, der Agentur für Innovationsmarketing "innovate! communication" und der Nachrichtenplattform „Medialist Innovation“. Außerdem ist er Autor dreier Bücher und Dozent an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt.

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