Die Angst vor der künstlichen Intelligenz nimmt, so wenigstens in Deutschland, zunehmend ab. Der Digitalverband BITKOM präsentierte nun eine neue Studie, die aufzeigt, dass die Skepsis der KI gegenüber in den letzten drei Jahren zurückgegagen ist.

„Deutlich wird aber auch: KI hat nach Auffassung der Bürger in fast jedem Lebensbereich Potenzial.“

Rund zwei Drittel der befragten Bürger gaben an, dass sie die künstliche Intelligenz heute als Chance sehen. Nur rund 30% sehen sie weiter als potenzielle Gefahr. Vor drei Jahren haben sich diese beiden Meinungen eher die Waage gehalten.

Wenn es um den Einsatz der künstlichen Intelligenz in unserem Alltag geht, gehen die Meinungen jedoch sehr stark auseinander. So begrüßen die Befragten der BITKOM den Einsatz der KI in der Verwaltung, wie bei Behörden und Ämtern oder in der Pflege, stehen dem Einsatz in der Kinderbetreuung, Bildung und im Personalmanagement eher kritisch gegenüber. Besonders beim letzten Punkt befürchten sie, dass es zu einer Ablehnung von Bewerbern ohne sachlichen Grund kommen könnte.

Ein großes Thema der Studie war auch der Einsatz von KI in der Mobilität. So unterstützen rund 75% die Unterstützung der Assistenzsysteme im Auto durch künstliche Intelligenz, doch ein verbreiteter Einsatz in Bussen, U- oder S-Bahnen wird zunächst nicht erwartet. Auch autonome Autos können sich nur ungefähr 30% der Befragten in den nächsten zehn Jahren auf den deutschen Straßen vorstellen.

Besonders was die Sicherheit der selbstfahrenden Autos angeht, sind die Deutschen weiter kritisch. 57% gehen sogar davon aus, dass diese zu schweren Unfällen beitragen könnten.

Insgesamt wünschen sich drei Viertel der Befragten eine deutsche Führungsrolle bei KI.

„Die Bürger sehen eine herausragende Bedeutung von KI für Wirtschaft und Wohlstand. So gehen zwei Drittel (66 Prozent) davon aus, dass KI die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken wird. Und drei Viertel (75 Prozent) fordern, dass Deutschland bei der Entwicklung und der Vermarktung von KI-Anwendungen eine weltweite Führungsrolle einnehmen soll.“

Trotz der steigenden Offenheit für die künstliche Intelligenz ist weiterhin viel Luft nach oben. Die BITKOM appelliert in der Studie zu mehr Datensouveränität und Datenoffenheit und hofft, dass es auch in der Regulierung einen Kurswechsel geben wird – weg von der Regulierung der künstlichen Intelligenz, hin zur Regulierung der KI-gestützten Anwendungsgebiete.

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