Das Thema Brain-Computer Interface ist für viele Unternehmen die Zukunft der Computertechnik. Ob Elon Musks Neuralink oder Facebooks Entwicklerteam, sie alle möchten die Steuerung der Computer mit den Gedanken voranbringen. Das französische Unternehmen NextMind hat nun auf der diesjährigen Customer Electronics Show ein Neural Interface Dev Kit vorgestellt, welches die ersten Betatester vor Ort überzeugt hat.

Allein der Gedanke mit seinem Geist Dinge zu bewegen lässt schnell an Comicfilme oder Science-Fiction Romane denken, doch NextMind bringt die Fiktion nun in unsere Realität. Ihr rund 60 Gramm leichtes Gerät misst am Hinterkopf des Trägers elektrische Signale des virtuellen Kortex und wandelt diese mittels künstlicher Intelligenz in Computerbefehle um.

 

“NextMind combines deep neural networks and neural signals from the brain to transform a user’s intention into direct brain commands, creating a symbiotic connection with the digital world.”

 

Die KI von NextMind setzt Gedanken in Aktionen um

Die Informationen, die NextMind sammelt basieren auf Spannungsschwankungen von Nervenzellen außerhalb des Schädels. Die Positionierung der kleinen Scheibe am Hinterkopf sitzt daher genau dort, wo diese am stärksten zu sammeln sind.

NextMind - How it works

NextMind – How it works (Quelle: NextMind)

 

Da jedoch nicht alle Menschen gleich sind, braucht es zunächst eine Kalibrierung der Gedankensteuerung. Hierfür muss man sich, wie ein Produktvideo zeigt und die ersten Nutzer bestätigen, zunächst auf ein markantes visuelles Objekt fokussieren. Diese Aktion sorgt für ein eindeutiges Nutzerprofil, an dem sich die künstliche Intelligenz von NextMind anschließend bei der Auslesung der Hirnströme orientiert.

Die KI lernt dabei ständig hinzu und verbessert die Präzession des Geräts.

 

Einsatz im Gaming, im Büro und der Industrie

Einsatzgebiete gibt es viele. Wenn die Technik ausgereift ist kann sie dabei nicht nur das Spielerlebnis in Computerspielen enorm steigern, sondern auch im Businesskontext einiges an bahnbrechenden Änderungen mit sich bringen.

Besonders in der Industrie oder Medizin gibt es häufig Tätigkeiten, in denen der Nutzer keine Hand frei hat, um den Computer zu bedienen. Durch das Brain-Computer Interface kann er diese aktuell noch händischen Tätigkeiten dann durch einen Gedanken ausführen.

Das Interface von NextMind soll 400 Dollar kosten und im zweiten Quartal des Jahres herauskommen.

 

Beitragsbild: NextMind

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