Wer bisher bereits die Möglichkeit hatte Virtual Reality Anwendungen zu testen, wird schnell an seine physikalischen Grenzen gestoßen sein. Eine nahtlose Bewegung im virtuellen Raum ist nämlich bisher nur in den seltensten Fällen möglich. Wände, Möbel und vor allem Kabel beeinträchtigen das vollkommene Abtauchen in fremde Welten. Das Gefühl der Freiheit hinzugehen, wo man möchte ist der Faktor, welcher der virtuellen Realität zum Durchbruch verhelfen wird. Wieso ich mir so sicher bin? Durch meine Teilnahme am Virtual Reality Event „Holodeck 4.0“ des Fraunhofer IIS Anfang des Monats hatten wir die Möglichkeit uns auf einer 20 x 32 Meter großen Fläche völlig frei zu bewegen und die Grenzen der VR-Welt zu testen. Die Vorstellung sich danach wieder mit einem Kabel an einen PC schließen zu müssen und auf sich auf dem begrenzten Raum zu bewegen erscheint seit dem fast unvorstellbar.

"Virtual Reality to Go" auf dem Holodeck 4.0
„Virtual Reality to Go“ auf dem Holodeck 4.0

 

Virtual Reality to Go

Die Entwicklungen im Bereich der mobilen VR geben hier jedoch Grund zu hoffen. Es wird nicht nur das Prinzip „Holodeck“ immer weiter ausgebaut, auch andere Anbieter suchen nach mobile Lösungen für die immer breitere Angebotspalette an Brillen und VR-Anwendungen. „Backpack VR“ ist, wie der Name schon verrät, Virtual Reality für unterwegs. Dabei befinden sich im Rucksack nicht nur alle Gegenstände, die das innovative Herz begehrt, viele der entwickelten Rucksäcke packen ihrem Nutzer gleich noch die von VR-Anwendungen benötigte Rechenkapazität auf den Rücken.

Alienware’s VR backpack concept is surprisingly comfortable

Alienware „VR-Backpack“ (Quelle: The Verge)

 

Unternehmen entdecken „VR to Go“ für sich

Technik Größen wie HP oder auch Alienware arbeiten unter Hochdruck an einer Lösung für das Virtual Reality Problem. Die ersten Prototypen der Rucksäcke bestechen dabei durch ihr schmales Design und die komfortablen Gurte. Wer längere Zeit einen Hochleistungsrechner auf dem Rücken tragen will soll es wenigstens bequem haben.
Die genauen Details zum Status ihrer Forschung geben HP, Alienware, MSI oder Zotac zwar noch nicht heraus, doch erste Tests beweisen, dass das Virtual Reality Erlebnis nicht vergleichbar mit dem bisher bekannten ist.

Omen VR-Backpack von HP (Quelle: HP)

 

Innovations-Profil „Virtual Reality to Go“

Mit dem „VR Backpack“ gehört das Kabelgewirr endlich der Vergangenheit an. Mit dieser Bewegungsfreiheit kommt auch der Skalierungseffekt der Virtual Reality Programme und Konzepte. Gerade für die Anwendung auf Messen oder in Showrooms werden durch die neue Mobilität Möglichkeiten geschaffen, auf die Unternehmen bisher nicht zugreifen konnten.

 

2016_07_19_VR_to_Go

 

Die Neuartigkeit und Innovationskraft des Rucksacks befindet sich im Mittelmaß, schon bei den frühen Augmented Reality Anwendungen gab es Laptops oder andere Rechner im Rucksack, doch mit dem technischen Fortschritt werden die Rucksäcke immer leichter, die Hardware immer leistungsfähiger und die Anwendungen immer komplexer.

Die Unsicherheit wird am Anfang sehr hoch sein. Gerade die ersten Schritte in einem nicht begrenzten virtuellen werden einiges an Überwindung kosten. Aus eigenen Tests wissen wir vom Holodeck 4.0, dass zwar nach und nach die Unsicherheit schwindet, es jedoch noch immer Aufpasser braucht, die schwerere Kollisionen vermeiden.
Die Komplexität hinter dem „VR Backpack“ scheint bisher äußerst überschaubar. Durch die Verbindung mit der VR Brille wird ein schneller und angenehmer Einstieg ermöglicht und mit entsprechender Anleitung, gerade auf Messen oder in Showrooms, kann es zu einem unvergleichlichen Erlebnis in der virtuellen Welt kommen.

 

Fazit: „Virtual Reality to Go“ ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auf Dauer muss sich die Technik zwar auch ohne Rucksack anwenden lassen, doch um die breite Masse für diese neue Technologie zu begeistern braucht es Pioniere. Tests und Entwicklungen wie das Holodeck im Fraunhofer oder andere VR Ebenen sind daneben weiter in Entwicklung ,um die Technik auf Dauer in die breite Gesellschaft einzugliedern. Wie sich diese virtuellen Areale weiterentwickeln, werde ich berichten, da wir, die Teilnehmer des „Holodeck 4.0“, gemeinsam mit dem Fraunhofer IIS in Nürnberg, die Technologie weiter testen und entwickeln werden.

 

Beitragsbild: HP

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