Mit der Daydream VR Plattform hat Google einen großen Schritt in Richtung einer virtuellen Welt gemacht. . 30 Wochen lang wurde das Portal von vier Google-Mitarbeitern auf Herz und Nieren getestet. Das Ergebnis: 60 Apps und jede Menge Erkenntnisse, worauf es in einer virtuellen Welt ankommt. Auf der diesjährigen Google I/O teilten die Entwickler und Designer von Google ihre Erkenntnisse.

Daydream Labs: Lessons Learned from VR Prototyping – Google I/O 2016

Quelle: Google Developers/Daydream Labs

 

Das Ergebnis ist beeindruckend, nicht nur, weil beeindruckende Apps für alle denkbaren Anwendungsszenarien entstanden sind, sondern auch, weil Google mit ihrem Plattformnamen genau ins Schwarze getroffen hat. Die Leute wollen bei der Nutzung von Virtual Reality eigentlich nur eines…träumen.

 

Der Realität so nah…

Bei Nutzung von VR-Apps möchten die Probanten, so das Daydream-Team, etwas Neues und Ausgefallenes erleben, jedoch auf altbekannte Art. Ähnlich dem Prinzip des Remixing. Es wurde während der 30 Wochen festgestellt, dass es unglaublichen Spaß macht mit Alltagsgegenständen, wie einer Gießkanne oder den bloßen Händen zu arbeiten und man Stunden mit virtueller Gartenarbeit oder in der digitalen Garderobe verbringen kann. Doch auch abgedrehte Werkzeuge und Elemente sorgen in der virtuellen Welt für keine Irritationen. Ein Beispiel ist die Nutzung von Drumsticks zum Bedienen einer Tastatur. Der Test zeigt, dass diese Art des Schreibens sogar höhere Geschwindigkeiten erzielte als mit dem Hand-Cursor.

Während man sich in der virtuellen Welt befindet, ist Interaktion das A und O. Ob mit anderen Nutzern oder der Umgebung, man möchte, dass die eigenen Taten einen Effekt zeigen. Die Umgebung muss auf Berührungen oder sonstigen Kontakt, sei es durch Bewegung, Aufleuchten oder Farbwechsel, reagieren. Wo wir dabei sind – auch unterschiedliche Texturen, Lichtspiegelungen und Schattierungen gehören zu einem optimalen VR-Erlebnis dazu.
Ein wesentliches Fazit bleibt bei diesem Punkt noch zu ziehen…es muss bei VR-Apps nicht die Realität nachgebaut werden. Die Grenze ist und bleibt die Fantasie. Ihr wollt riesige Früchte am Himmel hängen sehen? Kein Problem, die Jungs von Google haben das bereits möglich gemacht und fanden es nicht befremdlich sondern extrem cool.

Und was ist deine Superkraft?

Jeder von uns hat schon mal geträumt ein Superheld zu sein. Sei es, dass wir durch Wände gehen, fliegen oder schrumpfen können. Während wir als Kinder noch die Kraft der Fantasie hatten, um diese Träume, wenigstens in unseren Köpfen, Wirklichkeit werden zu lassen, haben wir diese Fähigkeit als Erwachsene verloren – bis jetzt zumindest.

In ihrem Daydream Experiment zeigt Google, dass der Traum von der eigenen Superkraft in der virtuellen Welt Realität werden kann. Die Entwickler berichten auf der Google I/O, dass ihre Probanden es es unglaublich genossen haben virtuelle Sofas durch die Gegend zu heben, als hätten sie übermenschliche Kräfte, sie auf Wunsch groß oder klein zu Skalieren oder sich selbst zu schrumpfen und im riesigen Wohnzimmer herumzulaufen. Das ist die Magie der virtuellen Reality – und die Leute leben sie voll aus.

 

VR, Kamera und Action!

Spätestens seit den Demo-Videos der Microsoft HoloLens wissen wir, wie Produktdesign in Mixed Reality aussehen kann. Auch Meldungen von BMW, die erste Gehversuche im VR-Produktdesign machen, gehen durch die Presse. Auf der Google I/O erzählt das Entwicklerteam, wie toll es war mit wenigen Klicks ein Haus zusammen zu bauen und darin abzutauchen.

Noch spannender jedoch waren die Aspekte des Storytelling. Mit einfachen Avataren aus dem Baukasten und wenigen Klicks kann jeder zum Regisseur seiner eigenen Geschichte werden. Einfach die individuelle virtuelle Welt aufbauen und der Held des eigenen Kurzfilms werden. VR wird so zur virtuellen Traumfabrik.

 

Das Fazit des Daydream Tests– die virtuelle Welt ist noch ganz am Anfang, doch was man bisher sieht ist mehr als nur ein erster Gehversuch, es ist das Schaffen von Träumen.

 

Beitragsbild und GIFs: Google Developers/Daydream Labs

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