Die Zukunft der Automobilindustrie beschäftigt aktuell so jeden Autobauer. Ob man in die Abteilungen von Volkswagen, BMW oder Mercedes schaut – sie alle sind auf der Suche. Auf der Suche nach der Zukunft ihrer Branche.

BMW stellte so beispielsweise in diesem Monat ihre Zukunftsstudie „Vision Next 100 Years“ vor und tritt seitdem in ihrer Kommunikation mit dem BMW-Jahrhundert-Modell demonstrativ auf. Doch auch außerhalb der althergebrachten Konzerne wird geforscht. Ob bei Google, Tesla oder Apple. Doch wieso das Rad völlig neu erfinden, wenn das Gute so nah liegen kann.

BMW-Jahrhundert-Modell (Copyright BMW)
BMW-Jahrhundert-Modell (Copyright BMW)

Bei dieser Idee setzte die Veranstaltung des UnternehmerTUM, einem universitären Zentrum für Innovation und Gründung, an. Bei ihren „Automotive Hackdays“, die sie in Kooperation mit BMW und MINI auf die Beine gestellt haben, arbeiteten 50 Entwickler, Coder, Studenten, Startups und UX-Spezialisten an der Optimierung bereits bestehender Mobilitätskonzepte. Alles auf Basis der im Auto bereits verbauten Eco-Systeme.

„Our service is time and convenience of the enduser“ – Team Motius++

Finale des fünftägigen Events war der Demo Day am 22. März 2016 in Garching, bei dem ich voller Vorfreude auf die Erkenntnisse und Entwicklungen, teilnehmen durfte. In vierminütigen Präsentationen zeigten die Teams was sie in den Bereichen Service Design und Mobility Concepts geleistet haben.

Automotive Hackdays - MINI (Copyright: UnternehmerTUM)
Automotive Hackdays – MINI (Copyright: UnternehmerTUM)

Und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Insgesamt haben die Teams zwei völlig neue Ansätze des Carsharing entwickelt. Der aktuelle Ansatz von Drive Now wurde dabei noch um private Fahrzeuge erweitert, sowohl für Familie und Freunde, als auch für die breite Masse. Auch ein neues Konzept für eMobility war dabei. Dieses in einen BMW i1 eingebaute System ermöglichte die nahtlose Kommunikation von Navigationssystem, Wearable, Auto und Zapfsäule.
Highlight des Abends war jedoch das Team „High 5“, die sich tief in die Licht- und Soundsysteme ihres BMW gegraben haben und rhythmisches Lichtblitzen und Hupen zu „We will rock you“ ermöglichten. Als Kommunikations-Mensch leuchten bei diesem Projekt sprichwörtlich die Augen. Für Events, Produktpräsentationen oder Werbefilme wäre eine solche Funktion nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein Zuschauermagnet.

„We can hack our way to growth“ – Team Sharevista

Insgesamt waren alle Projekte einzigartig und es fiel schwer einem der Teams die eigene Stimme in Form eines Automotive-Hackday-Dollars zu geben. Sieger waren schließlich „High 5“, die nicht nur den zweiten Platz der Jury erhielten, sondern außerdem den Zuschauerpreis. So gingen die Entwickler nicht nur mit einer einjährigen Lizenz zum, an das UnternehmerTUM angeschlossenen, MakerSpace nachhause, sondern auch mit vielen weiteren innovativen Preise, von der Smartwatch über ein IoT-Starter-Kit bis zum L3D Cube.
Den ersten Platz gewann das Team „Freude am Fahren“. Sie beeindruckten die Expertenjury mit ihrem Gamification Ansatz, der über die ausgelesenen Sensordaten bewertete wie schonend und effizient ein Fahrer mit seinem Auto umging und ihn durch Wettbewerbe, Tipps und grafische Elemente motivierte mit optimierter Leistung und Fahrsicherheit.

Mein Fazit der Veranstaltung ist durchweg positiv. Die Teams haben in fünf Tagen geschafft woran viele Entwicklerteams Monate in Konzernen sitzen. Die Geschäftsideen haben zwar noch ihre Ecken und Kanten und benötigen nun die Hand von BMW und MINI um sie zu formen und zu optimieren, haben jedoch alle das Potenzial die Mobilität wie wir sie kennen nicht zu revolutionieren, doch zu optimieren.
Daher ein großes Lob an das Team von UnternehmerTUM und an die Teilnehmer, die Alle aus sich herausgewachsen sind und ein tolles Event auf die Beine gestellt haben, das Eindruck hinterlässt.

 

Weitere Informationen gibt es auf der Event-Seite

 

Beitragsbild: UnternehmerTUM/Automotive Hackdays

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.