Verloren im Metalverse – wie ein Konzert von Ozzy Osbourne und Co im Metaverse nach hinten losging

Seit dem Travis Scott Konzert in Fortnite wird das Metaverse ein wenig als die Zukunft des Entertainments betrachtet. Obwohl viele Veranstaltungen wieder stattfinden, sind wir noch weit davon entfernt, wieder auf dem Status-Quo vor der Pandemie zu sein. Doch was tun, wenn die Leute nichtmehr das Haus verlassen wollen, um auf ein Konzert zu gehen? Eine Antwort könnte es sein, dieses in der virtuellen Welt zu ihnen zu bringen.

Einer der großen Vorreiter, der ähnlich wie die Eventbranche mit wenigen Besuchern zu kämpfen hat, ist Decentraland. Diese haben sich entschlossen dem Problem die Stirn zu bieten und veranstalteten in dieser Woche ein „Metaverse Music Festival“ mit Headlinern wie Dillon Francis und Soulja Boy. Es sollten möglichst viele Musikgenres dabei sein, so beispielsweise auch Metal – in Form des „Ozzfest“ mit von wie Megadeth, Motörhead und wie der Name vermuten lässt: Ozzy Osbourne.

Es klingt eigentlich nach einem tollen Ereignis und gerade mit Erinnerung an das Travis Scott Konzert erwartet man einzigartige visuelle Eindrücke und tolle Momente. Doch beim Metalverse war es weit gefehlt, denn alles was es gab waren unbewegliche Avatare der Musiker, die vor einem ewigen Loop der Hintergrundanimation ihre Show zum Besten gaben.

Abgesehen von dem fehlenden Herz beim Auftritt von Ozzy Osborn wird auch kritisiert, dass beispielsweise die Widerbelebung von Motörheads Lemmy von den Toten eher eine schlechte Idee sei und bei Megadeth einfach nur ein Musikvideo auf der Leinwand lief.

Dieses Erlebnis zeigt leider, dass sich nicht alle Erlebnisse rekonstruieren lassen und nur weil es das Metaverse ist trotz allem ein ähnlicher Aufwand in die Planung der Bühnenshow fließen muss, wie es bei einem normalen Auftritt der Fall ist.

Alexander Pinker
Alexander Pinkerhttps://www.medialist.info
Alexander Pinker ist Innovation-Profiler, Zukunftsstratege und Medienexperte und hilft Unternehmen, die Chancen hinter Technologien wie künstlicher Intelligenz für die nächsten fünf bis zehn Jahre zu verstehen. Er ist Gründer des Beratungsunternehmens „Alexander Pinker – Innovation-Profiling“, der Agentur für Innovationsmarketing "innovate! communication" und der Nachrichtenplattform „Medialist Innovation“. Außerdem ist er Autor dreier Bücher und Dozent an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt.

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