Eines der an den häufigsten genannten Hindernissen bei der Elektromobilität ist die schlecht ausgebaute Infrastruktur. Mit dem Vormarsch des Elektroautos bräuchten wir nicht nur viel mehr Ladesäulen, sondern auch eine ganz andere Energieversorgung, um den steigenden Bedarf zu erfüllen. Ingenieure in den USA wollen eine Lösung finden und testen daher aktuell einen neuen Straßentyp, auf dem die Elektrofahrzeuge während der Fahrt aufgeladen werden können.

Die Leserinnen und Leser, die nun in der Materie etwas tiefer eingetaucht sind denken sich sicher nun, dass das induktive Laden bislang schon häufig im Zusammenhang mit der Infrastruktur für die Elektromobilität genannt wurde und es doch viele Hindernisse gibt, doch genau hier kommen die aktuellen Forschungen ins Spiel.

Das Indiana Department of Transportation (Indot) und die Purdue University haben es sich zur Aufgabe gemacht die praktische Anwendung eines magnetisierten Betons aus Deutschland zu testen. Magment heißt das Unternehmen hinter den Versuchen. Das 2015 gegründete Unternehmen verspricht mit ihren MagPad-Ladematten eine Ladekapazität von 200 Watt bis 250 Watt bieten zu können. Ob dies nun für den breitflächigen Gebraucht möglich ist oder nicht testen die Forschungspartner nun auf einem Straßenabschnitt auf dem Campus der Purdue-Universität.

Beim Material der MagPad-Matten handelt es sich um eine Kombination aus Beton und recycelten magnetischen Partikeln, die in jede gewünschte Form gegossen werden können. Die Partikel sind in der Lage Strom zu leiten und so ein Fahrzeug, welches mit einer induktiven Ladeplatte im Fahrgestell ausgestattet ist, während der Fahrt mit Energie zu versorgen.

Besonders für das deutsche Unternehmen ist der Erfolg der Testreihen zentral. Wenn der Versuch in den USA erfolgreich verläuft, wird Indot einen Viertelmeilen-Abschnitt der Magment-Fahrbahn auf staatlichem Grund und Boden für eine Flotte von Elektro-Lkw herstellen, während ein noch größerer Abschnitt auf einer öffentlichen Straße folgen könnte.

Die Idee hinter Elektrofahrzeuge so oft wie möglich aufzuladen – und das auf eine bequemere und zeitsparende Art, ist für viele ein Weg in die richtige Richtung. Es bleibt daher abzuwarten, wie die Experimente ausfallen und wann ähnliche Versuche auch auf den internationalen Straßen stattfinden werden.

 

Beitragsbild: Magment

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