Bioprinting und Zellforschung verändert die Medizin grundlegend. Bereits zuvor habe ich darüber berichtet, wie es durch die zellbasierte Variante des 3D-Drucks möglich wurde Herzen und Lebern zu drucken.

Nun wurde der nächste Forschungsschritt erfolgreich gestartet. In einer Entwicklung, die eines Tages Patienten, die auf eine Organspende warten, helfen kann, ist es Ärzten gelungen eine mittels Hautzellen erstellte menschliche Minileber zu züchten zu in Ratten zu implantieren.

Die aus den Zellen gezüchteten Stammzellen ermöglichten es den Wissenschaftlern mehrere Minilebern zu schaffen, die sie anschließend in fünf Ratten implantierten. Vier Tage später funktionierten die Lebern dabei noch immer, doch es gab medizinische Komplikationen, wie Durchblutungsstörungen. Auch wenn das Experiment nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zum Durchbruch war, sind die Forscher motiviert weiter zu gehen.

Auch wenn die Züchtung eines funktionsfähigen menschlichen Organs und die Nutzung von Bioprinting zur Erstellung eben solcher noch Zukunftsmusik sind, ist das Wissenschaftler-Team guter Dinge durch ihre Entwicklung Patienten länger am Leben zu erhalten, bis das eigentliche kompatible Organ auffindbar ist.

Die Kombination der verschiedenen technologischen Durchbrüche in der Medizin wird in den nächsten Jahren für einen Durchbruch im Gesundheitssystem sorgen. Kombiniert man die Bioprinting-Forschung mit den Bemühungen der Zellforschung, wie in diesem Artikel beschrieben, kommen völlig neue Möglichkeiten für den Patienten auf.

Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen und Mediziner müssen daher über den eigenen Tellerrand hinausblicken und die Möglichkeiten evaluieren, die ihnen die aktuellen Innovationen und Technologien bieten. So können sie offen auf die Welt von Morgen zugehen und einen stärkeren Fokus auf den Menschen und dessen Wohlbefinden legen.

 

 

Beitragsbild: UNIVERSITY OF PITTSBURGH

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