Eine Situation, wie wir sie sicher alle kennen. Wir wollen eine Datei hochladen oder ein Video streamen und das Internet ist einfach wieder viel zu langsam. Besonders während der Home Office Phase hat man den Einbruch in der Netzgeschwindigkeit deutlich gespürt. Doch was wir heute an Internetgeschwindigkeiten kennen, soll bald der Vergangenheit angehängen. Forscher der Universitäten Monash, Swinburne und RMIT haben nun eine Geschwindigkeit erreicht, die 100 Mbit/s oder 200 Mbit/s extrem langsam erscheinen lassen.

In einem neuen Forschungspapier haben die Forscher nun beschrieben, wie es ihnen gelang eine Internetverbindung aufzubauen, die Geschwindigkeiten von 44,2 Tb/s (Terabit pro Sekunde) erreicht haben.

Dafür haben sie jedoch keine besonderen Leitungen oder Netzwerke verwendet, sondern haben Standard-Glasfasern sowohl im Forschungslabor, als auch in Melbourne genutzt. Um diese Geschwindigkeiten zu erreichen, verwendeten die Forscher in Australien sogenannte „Solitonkristall-Mikrokämme“, also optische Frequenzkämme, die durch integrierte Mikrohohlraumresonatoren erzeugt werden. In einem Interview mit The Verge sagten die Forscher:

 

“What our research demonstrates is the ability for fibers that we already have in the ground, thanks to the NBN project, to be the backbone of communications networks now and in the future. We’ve developed something that is scalable to meet future needs,” – Bill Corcoran, Monash University

 

Mashable hat, um die Geschwindigkeit besser darzustellen folgendes Beispiel aufgezeigt: 44,2 Terabit pro Sekunde entspricht 5,525 Terabyte pro Sekunde. Die Webseite Pornhub gab 2019 bekannt, dass sie 11 Petabyte an Daten beherbergen, was 11.000 Terabyte entspricht. Bei der nun entdeckten Internetgeschwindigkeit bräucht es etwa 1991 Sekunden oder 33,2 Minuten, um die gesamte Seite herunterzuladen.

Bis diese Internetgeschwindigkeit wirklich bei uns ankommen wird, kann noch dauern, doch in einigen Jahren kann der Traum vom schnellen Internet Realität werden.

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