Seit Jahren wird als zentraler Trend der Zukunft die Kollaboration zwischen Unternehmen angekündigt. Wettbewerbsgrenzen verschieben sich und Unternehmen aus verschiedenen oder gleichen Industrien beginnen miteinander an einem Produkt oder Projekt zu arbeiten.

Bislang ein Wunschtraum der Zukunftsforscher und Innovationsstrategen. Doch durch die Corona-Krise wird alles anders. Auch wenn der Virus nicht wirklich die besten Seiten der Menschen an den Tag brachte (Hamsterkäufe, Corona-Partys etc.), zeigt sich die Unternehmenswelt ungewohnt solidarisch.

Wenn es um ein größeres Ziel geht lassen Sie die Angst vor dem Wettbewerb hinter sich und unterstützen in allen Gebieten.

 

Textilindustrie sattelt auf Atemmasken um

Die Textilindustrie reagiert auf den dringenden Bedarf von Krankenhäusern und sonstigen medizinischen Einrichtungen. Firmen wie der deutsche Textilkonzern Trigema haben ihre Fertigung auf die Herstellung von Atemmasken umgestellt, um den Krankenhäusern, die aktuell einen Mangel an schützenden Atemmasken entgegen zu wirken.
Auch der Autozulieferer ZF sattelt um und stellt täglich 100.000 Masken her, wenn aktuell auch nur in China.

 

Hilfe in allen Bereichen – vom 3D-Druck bis zum Personal

Doch es mangelt nicht nur an Atemmasken. Besonders das Zubehör für Beatmungsgeräte wird langsam knapp. Der Autohersteller VW überlegt daher seine stillstehenden Produktionsanlagen umzufunktionieren, um medizinisches Zubehör herzustellen und den Kliniken auszuhelfen. Aus immer mehr Industrien hört man, dass die 3D-Drucker der Firmen umfunktioniert werden.

Auch in anderen Bereichen kommt es zu ungewöhnlichen Kollaborationen. So leiht McDonalds seine aktuell weniger beschäftigten Mitarbeiter an ALDI, um ihnen an den Supermarktkassen auszuhelfen. Amazon hat heute bekanntgegeben, dass sie den freigestellten Mitarbeitern einen Job bieten möchten, bis es ihren Unternehmen wieder bessergeht.

 

Das sind nur einige wenige Beispiele, die zeigen, wie sich die Welt durch den Coronavirus verändert. Wettbewerb und Konkurrenz rücken im Zuge der Pandemie in den Hintergrund. Das Allgemeinwohl steht über dem eigenen Vorteil und jeder nutzt seine Fähigkeiten und Ressourcen so, dass man sich gegenseitig unterstützen kann.

Meine Hoffnung aus dieser Situation ist es, dass dieses Verständnis der Kollaboration auch langfristig bei den Unternehmen verankert wird. Wenn alle ihre Fähigkeiten zusammenlegen kann man großes leisten. Man muss es nur wollen…

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