Eine allgemeinverbreitete Aussage in der Tech-Welt ist, dass in wenigen Jahren „Voice-First“ die höchste Priorität im Bereich der Maschinensteuerung und Content-Produktion heißen wird. Der Erfolg von Alexa, Siri und Co sprechen dabei für sich. Aktuell halten, so Studien, Amazon und Baidu im 2. Quartal 2019 einen Marktanteil von 43% am globalen Smart Speaker Markt, doch die Skills und Anwendungen, die eine Sprachsteuerung ermöglichen steigen exponentiell. Nun möchte auch das britische Medienurgestein BBC in diesen Markt einsteigen.

Im nächsten Jahr plant BBC einen eigenen digitalen Sprachassistenten, der auf der Webseite des UK Rundfunks, den Apps und Smart TV Anwendungen integriert wird. „Beep“, wie der Assistent im Arbeitstitel heißt, soll dabei keine eigene Hardware bekommen, sondern mit allen gängigen Lautsprechern kompatibel sein.

Der Voice Assistant, der auf das Aktivierungswort „Beep“ hört, wird nicht in der Lage sein so komplexe Aufgaben zu bewältigen, wie es die künstliche Intelligenz von Alexa, Google oder Siri ermöglicht. Vielmehr wird er in das BBC Programm integriert und diese Inhalte aufbereiten.

 

„Ähnlich wie bei BBC iPlayer wollen wir sicherstellen, dass jeder von dieser neuen Technologie profitieren und den Menschen aufregende neue Inhalte, Programme und Dienste bieten kann – auf vertrauenswürdige und einfach zu bedienende Weise.“ – BBC

 

Doch eines macht den kleinen britischen Assistenten besonders. Jeder, der mit Alexa, Siri oder Google sprach kennt die Probleme der Sprachassistenten mit Akzenten oder ungenauer Aussprache. Beeb wird aktuell trainiert, die komplexen britischen Akzente zu verstehen. BBC testet den Assistenten derzeit mit Sprachdaten seiner Mitarbeiter im ganzen Land. So wird der Service für eine breitere Masse zugänglich.

BBCs Entscheidung auf eine eigene Lösung zu setzen, kann der Start eines neuen Trends in der Unternehmenswelt sein. Wie schon bei der „Mobile First“ Bewegung wird es, so die Erwartungen, immer mehr Firmen geben, die dem Trend folgen und den Nutzern eine markengerechte Kommunikation anbieten wollen – jenseits der Marktführer Google, Baidu, Amazon und Apple.

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