Kennt ihr auch diese Situation, dass man etwas in der Ferne sieht und gerne näher betrachten möchte, aber es zu weit weg ist? Wer hat sich da nicht ein Zoom-Objektiv gewünscht, mit dem er sich die Sache näher betrachten kann? Dieser Wunsch wird nun dank einiger Wissenschaftler der University of California San Diego wahr. Sie haben den Prototypen einer Kontaktlinse, die Biomimetic Soft Lens, entwickelt, die durch die Bewegungen des Auges gesteuert wird. Durch einfaches zweimaliges Blinzeln können so Objekte ein- und ausgezoomt werden.

Biomimetic Soft Lens – Die Funktion im Detail

Die biomimetische Linse besteht aus einem dehnbaren Polymer. Diese dünne Folie reagiert auf die elektrischen Signale, die von den Augen erzeugt werden, wenn sie eine Bewegung ausführen.

Die Wissenschaftler haben die elektrookulographischen Signale gemessen, die erzeugt wurden, wenn die Augen bestimmte Bewegungen ausführen. Somit kann gemessen werden, ob der Träger der Biomimetic Soft Lens aufwärts, abwärts oder nach links bzw. schaut. Auch die Anzahl des Blinzelns wird gemessen. Die Linse reagiert auf diese Impulse und führt entsprechende Prozesse durch. Mit dem aktuellen Prototyp kann sogar die Brennweite in Abhängigkeit der ausgeführten Aktionen verändert werden.

 

„Selbst wenn Ihr Auge nichts sehen kann, können viele Menschen ihren Augapfel bewegen und dieses elektrookulographische Signal erzeugen“, sagt Shengqiang Cai, leitender Forscher.

 

Ursprünglich stammen die verwendeten Teleskop-Objektive aus der Forschung der DARPA, die sie als superdünne Kameras für Flugdrohnen entwickelt haben. Die Umwandlung in visionsfördernde Systeme erfolgte schließlich 2013, ehe nun die Biomimetic Soft Lens für die breite Öffentlichkeit entwickelt wurde.

Die aktuellen Modelle können nur für kurze Zeit getragen werden, da doch die Wissenschaftler arbeiten bereits daran die Tragezeit zu erhöhen, um die Innovation auch langfristig nutzbar zu machen.

 

Innovations-Profil: Biomimetic Soft Lens

Kontaktlinsen werden in immer mehr Patenten berücksichtigt. Ob für Mixed Reality oder Bilderkennung, viele Firmen entwickeln Smart Lenses für ihre Anwendungen. Die Biomimetic Soft Lens ist eine weitere Ergänzung, der menschlichen Fähigkeiten, um neue, technologisch unterstützte Aspekte.

Die Soft Lens ist in der Betrachtung ihrer Innovationsfähigkeit sehr Neuartig, da es bislang keine vergleichbare Entwicklung gab. Die Komplexität ist dabei äußerst gering, da die Steuerung über Augenbewegung sehr einfach ist. Da die Linse jedoch in das Auge eingesetzt werden muss, werden einige Leute verunsichert sein und die Biomimetic Soft Lens eher kritisch betrachten. Daher sind Unsicherheit und Konfliktgehalt höher anzusetzen.

Fazit: Die Innovation bietet sehr viel Potenzial für den Alltag. Wenn die letzten Probleme ausgemerzt sind, hat die Entwicklung ein großes Potenzial für Alltag und Berufsleben. Mehr zur Entwicklung gibt es in der Studie der Wissenschaftler der University of California San Diego.

 

 

Beitragsbild: CBS Interactive Inc.

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