Ein Startup zeichnet weit mehr als nur die Vision oder der Businessplan aus. Das Team eines Startups ist der Kern eines Jungunternehmens. Es besteht aus Leuten, die Innovation und Kreativität voranbringen und ihren individuellen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Die Mitglieder eines Startups müssen eine gute Balance verschiedenster Persönlichkeiten und Fähigkeiten aufweisen, um optimal zu agieren. Das richtige Team bestimmt dabei häufig den Weg, den ein junges Unternehmen einschlägt und ob die innovativen Ideen der Gründer ein Erfolg oder Misserfolg werden.

Mit einem voll motivierten Team kann ein Unternehmen immer mehr erreichen, als der einsame Business-Wolf. Der Geschäftsführer muss den Optimismus haben das Unternehmen und seine Idee alleine stemmen zu können, aber auch die Selbstreflektion besitzen, um zu verstehen, welche Teamstrukturen er braucht um wirklich erfolgreich zu sein. Ein guter Unternehmer erkennt, welche Talente er braucht, um den Durchbruch zu erreichen und welche Persönlichkeiten ihn optimal ergänzen. Diese unternehmerische Entscheidung kann so weit gehen, dass einige Gründer die Leitung des Unternehmens in andere Hände geben, da ihre Fähigkeiten nicht im Management Bereich liegen. Der Erfolg des Startups und seiner Vision steht bei einem umsichtigen, erfolgreichen Unternehmer stets im Vordergrund.

Bei einem Team, welches sich ergänzen soll, treffen viele unterschiedliche Fachrichtungen und Charaktere aufeinander. Diese müssen in allen Phasen harmonisch miteinander agieren.

 

Aufbau eines erfolgreichen Startup-Teams

Aktuellen Studien zufolge scheitern 50% aller Neugründungen daran, dass das Team nicht zusammengepasst hat. Gründer müssen auf dieses Detail daher besonderen Wert legen. Auch wenn es vielen am Anfang schwerfällt, ein Team auf die Beine zu stellen, ist es in den seltensten Fällen ratsam Familie oder Freunde ins Unternehmen zu holen. Nur in seltenen Fällen funktioniert eine solche Beziehung im professionellen Bereich so gut, wie im Privatleben. Es besteht dabei die Gefahr, dass sich Geschäftspartner gehemmt fühlen Probleme anzusprechen, da sie die Beziehung zu ihren Verwandten oder Freunden nicht gefährden wollen. Dies kann ein Heil für die soziale Beziehung sein, aber ein Todesstoß für das Geschäft.

Doch nicht nur die soziale Beziehung zu Teammitgliedern oder Angestellten kann ein Fallstrick auf dem Weg zum erfolgreichen Startup sein; auch eine zu einseitige fachliche Expertise kann zum Problem werden. Wie bereits erwähnt, sollte ein Gründer stets Teammitglieder suchen, die ihn ergänzen. Doch in einem kleinen Unternehmen muss jedes Teammitglied trotz spezieller Fachkenntnisse auch im Notfall alles können. Ein Gründer sollte also nach flexiblen und dynamischen Generalisten suchen, doch häufig ist er selbst so auf ein Thema spezialisiert, dass es ihm schwer fällt sein Team so breit aufzustellen, wie es notwendig wäre. Hier kommt das Problem eines zu spezialisierten Gründers zum Tragen. Für den Spezialisten steht die fachliche Expertise im Vordergrund, nicht das was das Beste für das Unternehmen wäre, was schon so manches Unternehmen scheitern ließ. Am häufigsten treten solche Probleme bei Ausgründungen aus Universitäten oder Forschungseinrichtungen auf. Hier finden sich in den Gründungsteams meist Spezialisten, die in künstlich in bestimmte Rollen in der Firma gepresst werden, ohne diese bedienen zu können. So wird der kommunikativste im Team schnell zum Kommunikationschef, ohne von Marketing eine Ahnung zu haben.

Habt ihr das mit der sozialen Beziehung berücksichtigt und auch ein gut durchmischtes Team an Generalisten und Spezialisten gesucht und es klappt trotzdem nicht? Nun: Am Ende kommt es bei der Wahl der richtigen Kollegen und Mitgründer auf den Team-Fit an. Die persönlichen Wertebilder, das bevorzugte Entscheidungs- und Kommunikationsverhalten, sowie die Art des Umgangs müssen zusammenpassen und sich gegenseitig ausgleichen. Wenn diese Merkmale alle erfüllt wurden, kann man zum zweiten Schritt übergehen – dem lernen richtig zusammenzuarbeiten.

 

Herausforderungen an Startup-Teams

In einem Startup werden die Teams mit spezifischen Herausforderungen konfrontiert, die es zu lösen gilt. Diese Aufgaben müssen unter den Teammitgliedern aufgeteilt werden, nicht nur abhängig der Fähigkeiten des Einzelnen, sondern auch in Anbetracht der spezifischen Notwendigkeiten des Unternehmens.

Gründer müssen lernen die Verantwortungsbereiche sinnvoll aufzuteilen, auch wenn in einem Startup alle Teammitglieder häufig in alle Entscheidungen einbezogen werden, kann nicht jeder alles verantworten. Daher bekommen die Teammitglieder eines Startups meistens einen speziellen Bereich zugeteilt, der ihrer Verantwortung unterliegt. Je früher diese Bereiche definiert werden, umso unwahrscheinlicher sind spätere Streitigkeiten im Team. Ähnliches gilt für die Ziele eines Innovationsvorhabens. Alle Mitglieder des Teams müssen verstehen worum es geht und was am Ende eines bestimmten Zeitraums (z.B. am Ende eines Projektes oder Geschäftsjahres) erreicht werden soll. Erst wenn alle das Ziel verstanden haben, können sie an einem Strang ziehen, um es zu erreichen.

Dies ist auch der Vorteil eines Startup-Teams, denn im Gegensatz zum Konzern können sie kleinere Teams zusammenstellen, die sich besser ergänzen. Fehlende Konsequenzen können schneller ausgeglichen werden, indem man sich jemanden holt, der in einem Fachbereich besonders talentiert ist oder indem verschiedene Teams auch Bereichsübergreifend zusammenarbeiten. Die Herausforderung an die Gründer ist dabei jedoch diese Optimierung frühzeitig zu erkennen. Da viele Jungunternehmer nur eine mangelnde Erfahrung im Teambuilding haben, brauchen sie häufig zu lange um mögliche Lücken im eigenen Team zu erkennen und zu schließen. Doch wenn sie die Strukturen genau im Blick behalten, sind sie flexibler und effizienter als so manches größere Unternehmen.

Da viele Gründer jedoch nicht alle Prozesse überblicken können, ist in einem Startup das offene Wort häufig Gesetz. Wenn es zum Abweichen des Ziels oder einem Verschieben der Verantwortungen kommt, muss dies frühzeitig kommuniziert werden. So können Entscheidungen schneller getroffen und Konflikte vermieden werden.

 

Es lässt sich also festhalten, dass ein gutes Innovationsteam in Startups optimal gesteuert ist. Sie haben feste Verantwortlichkeiten und ergänzen sich optimal. Jede Rolle ist dabei vordefiniert, jede Lücke wird schnellstmöglich geschlossen.

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