Die digitale Transformation erreicht immer mehr Branchen. Technologien, innovative Ideen und datenbasierte Geschäftsmodelle machen dabei auch vor der Art, wie wir in Zukunft lernen werden nicht halt. Future Education wird die Bildungsbranche, wie wir sie heute kennen, grundlegend verändern. Dabei verändern disruptive Technologien wie künstliche Intelligenz, immersive Medien und Big Data basierte Lernsoftware nicht nur den Schul- und Studienalltag der Lernenden, sondern auch der Lehrenden. Pädagogen müssen sich auf neue, digital angereicherte Lernansätze einstellen, die ihre Schüler und Studierenden auf die Welt von Morgen vorbereitet.

Ein erster Schritt in diese digitale Zukunft war dabei das Aufkommen der Onlinekurse, kurz MOOCs, diese waren eine Revolution in der Bildung. Erstmals erhielten die Lernenden die Möglichkeit sich ihr Bildungsangebot individuell zusammenzustellen. Dabei waren sie nicht an regionale Angebote gebunden, sondern hatten, dank des Internets, internationale Angebote zur Verfügung. Es war der Beginn einer völlig neuen Art des Lernens – digital, individuell, direkt.

Mit der schnellen Entwicklung im Technologiebereich, werden sich traditionelle Bildungsmethoden in den nächsten Jahren grundlegend ändern. Doch wie sieht eine Zukunft der Bildung mit Hilfe von Sensoren, künstlicher Intelligenz und virtueller Medien aus? en zu verändern. Doch wie sieht die Zukunft aus?

 

Bildung wird individueller

Im aktuellen Schulsystem ist die Bildung nicht wirklich individuell. Bei all den Schülern und Studenten ist es für die Pädagogen schwierig sich auf die Anforderungen jedes Einzelnen anzupassen. In zehn Jahren wird dies jedoch ganz anders aussehen. Die Studenten lernen mit Lernwerkzeugen, die sich an ihre individuellen Fähigkeiten anpassen. So wird das Niveau der überdurchschnittlich guten Schüler um einiges höher ausfallen, als dass der etwas langsameren Lerner. Schon heute erkennen Schulen die Relevanz einer Personalisierung im Bildungswesen.

 

“We’re currently challenging the paradigm that all seven-year-olds are exactly the same and should be exposed to the same content,“ Brian Greenberg, CEO of Silicon Schools

 

Das soll jedoch keinen der anderen Schüler abhängen. Studenten, die Schwierigkeiten mit einem bestimmten Fach oder Thema haben, erhalten die Möglichkeit mit Hilfe von personalisierten Assistenten und Programmen, mehr zu üben, bis sie das Niveau der anderen Schüler erreicht haben. Je nach ihren Bedürfnissen werden virtuelle Lehrer eingesetzt, die sie zum Erfolg führen sollen.

Die Zukunft sind also adaptive, datengestützte KI-Systeme, die den Schülerinnen und Schülern maßgeschneiderte Lerninhalte aufbereiten, die ganz ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen.

 

Bildung wird zu persönlicher

Es geht in der Bildung um mehr als das reine lernen. Lehrer und Professoren übernehmen auch eine wichtige soziale Komponente im Leben der Schüler und Studenten. Mit Hilfe von Daten kann der Lehrer nicht nur die Probleme der Schüler bezüglich des Lernstoffes erkennen, sondern kann sich auch auf ihre individuelle psychologische Situation einstellen, um sie positiv zu bestärken. Durch den Einsatz innovativer Sensortechnik zur Beobachtung der Pupillengröße der Kinder, ihrer Augenbewegungen und subtilen Veränderungen im Tonfall ihrer Stimme können Lehrer eine Überforderung identifizieren und einschreiten.

In den nächsten zehn Jahren wird daher das klassische frontale Unterrichten durch ein hohes Maß an Mentoring ergänzt. Lehrer, sowohl in den Klassenräumen und Hörsälen, als auch im virtuellen Raum, werden Wegbereiter der Lernenden von Morgen sein.

Das eine solche persönliche Fokussierung funktioniert, zeigen beispielsweise Experimente der Navy. Diese setzt künstliche Intelligenz im Zuge ihrer Ausbildung ein. Durch diesen digitalen Einzelunterricht hätten die Studenten enorme Fortschritte in ihrer Ausbildung gemacht und damit ihre Kommilitonen ohne digitalen Mentor schnell überholt.

In Zukunft wird Personalisierung daher eine größere Rolle spielen. Im Akademischen, wie auch im Sozialen.

 

Bildung wird erweitert

Augmented Reality wirkt sich schon heute teilweise auf den konventionellen Lernprozess aus. Die immersive Technologie hat das Potenzial das Studium verschiedenster Fächer um anschauliche Informationen zu ergänzen. So können Lehrinhalte ansprechender und nachhaltiger vermittelt werden.

 

How Augmented Reality Will Change Education Completely (Quelle: TEDxGateway)

 

Einsatz findet diese Lernmethode beispielsweise bereits in der Medizin, in der AR Modelle helfen die Funktionsweise des menschlichen Körpers besser zu verstehen und so später optimal vorbereitet auf den Patienten zuzugehen.

Doch auch in der Schule spielt Augmented Reality eine große Rolle. In naher Zukunft kann so beispielsweise das Schulbuch ersetzt werden. Die Schüler können einfach von jedem Gerät aus auf Modelle, Infografiken und ergänzende Texte zugreifen und mit dem Kursmaterial lernen und interagieren.

 

Die Bildung wie wir sie kennen ist im Wandel, doch viele Pädagogen lehnen diese Veränderung aktuell noch grundlegend ab. Sie befürchten, dass die menschliche Intelligenz durch Technik ersetzt wird und sie damit obsolet werden. Doch das ist nicht wahr, trotz digitaler Ergänzungen, sind es nur Assistenten eines fähigen und zukunftsgerichteten Lehrers und Dozenten. Die Bildung wird neue Formen annehmen, doch sich vor der Zukunft zu verschließen bringt weder den Lehrenden noch den Lernenden etwas auf kurz oder lang.

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