Wie hat die Pandemie unsere Art zu arbeiten verändert und welche Trends bleiben auf Dauer? Das Thema New Work ist ein wenig stiller geworden die letzten Monate. Genug des Begriffs und der damit einhergehenden Transformation – dachten sich jedenfalls einige Manager und Mitarbeitende – doch auch wenn wir es nicht ständig mehr New Work nennen, ist der Geist der Veränderung bei uns angekommen. Das zeigt jedenfalls eine neue Studie von Microsoft mit dem aufmunternden Titel “Great Expectations: Making Hybrid Work Work Work”.

So positiv der Titel der Studie auch gewählt sein mag, spiegelt die schöne neue Arbeitswelt 4.0 dann doch nicht die Hoffnungen und Träume aller Mitarbeiter im Organigramm wieder. Besonders die Manager beschweren sich, laut Studie, über die Auswirkungen der Transformation.

Fast drei Viertel sagen, dass sie die Dinge für die Mitarbeiter nicht ändern können, weil sie entweder nicht die Ressourcen haben oder weil sie ihren Einfluss verloren haben. 54 % sagen sogar, dass sie als Führungskräfte den Kontakt zu den Mitarbeitern völlig verloren haben. Diese Aussagen überraschen jedoch nicht. Während man sich am Anfang der Pandemie auf der Management-Ebene ein wenig einredete, dass die Welt in Ordnung sei und man sich nicht zwingend bei den Kollegen melden müsse, da diese auch so ihren Job machen würden, kommt nun das böse Erwachen. Die Mitarbeiterloyalität ist in vielen Unternehmen auf einem Tiefststand. Gerade neue Kollegen haben die Verbindung zum Management nicht aufbauen können, was sich jetzt in der hybriden Arbeit rächt.

Doch gibt es einen Weg zurück zur klassischen Art der Arbeit? Von Seiten der Mitarbeitenden vielleicht. Während mehr als die Hälfte der momentan Hybridbeschäftigten überlegt in die virtuelle Arbeit überzugehen, erwägt die andere Hälfte, die nur im Home Office war den Umstieg auf ein hybrides Arbeitsmodell, um den etwas entfremdeten Manager wieder näher zu sein. Doch eines bleibt hängen und ist beachtlich. Beinahe 40% der von Microsoft befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sich über den Sinn eines Büros nicht mehr ganz im Klaren.

Doch Büro und Manager mal außenvor, bei den Mitarbeitern ist eine Veränderung ersichtlich. 53% möchten mehr Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Sie suchen die räumliche Nähe zur Familie, die sie über die Pandemie so sehr ausgebaut haben. Geld und Karriere spielen heute weniger eine Rolle, als das persönliche Wohlbefinden oder die psychische Gesundheit. Es wird, so die Studie weiter, mehr nach einem Sinn der Arbeit gesucht, als es noch vor Corona der Fall war.

 

Wenn Die Studie eines deutlich zeigt ist also, dass die Menschen vereinheitlicht werden können. Jeder von ihnen ist anders, hat andere Anforderungen und Wünsche. Doch eines haben die meisten gemeinsam – sie möchten das Beste aus ihrem (Berufs-)leben machen.

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