In einer Stunde von Berlin nach Paris, das klingt nahezu unmöglich. Auch wenn die Zugverbindungen immer besser werden, ist eine solche Reise für die meisten Reisenden unvorstellbar. Doch 2045 könnte dies Realität werden und elegante Hyperloop-Kapseln befördern uns in kürzester Zeit von A nach B. Was für neue Möglichkeiten sich damit eröffnen würden – ein Nachmittagstrip nach Barcelona, ein kurzer Besuch beim Eifelturm, Europa wächst zusammen. Genau diese Mission hat die Organisation Shift2Rail, die von einem einheitlichen europäischen Eisenbahnraum träumt, doch mit den aktuellen Zügen ist das nicht zu erreichen.

Gut, dass es Hyperloops gibt. Auch wenn viele jetzt wahrscheinlich das Bild von Elon Musk vor Augen haben, meine ich jedoch nicht seine Firma. Das Konzept des Hyperloops ist sehr alt. Das erste Mal wurde es im 19. Jahrhundert angesprochen, daher arbeiten auch viele weitere Firmen an Lösungen.

 

Willkommen in der Zukunft des Bahnfahrens in Europa (Quelle: euronews)

 

Zeleros in Spanien arbeitet aktiv daran Europa mittels Hyperloop zu verbinden und die oben beschriebene Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Das europäische Unternehmen mit Sitz in Valencia, das ein skalierbares Hyperloop-System entwickelt hat, stellte sein Hyperloop-Fahrzeug erstmals im spanischen Pavillon der Expo 2020 in Dubai vor. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass ein Hyperloop auf einer Weltausstellung präsentiert wird. Das System hat mehr als 7000 km von Valencia nach Dubai zurückgelegt, um den bahnbrechenden Ansatz von Zeleros für eine Reise mit 1000 km/h und ohne schädliche Emissionen zu präsentieren.

 

“Wir setzen das Fahrzeug in eine Röhre, in der wir den größten Teil der Luft eliminieren, und auf der anderen Seite bringen wir das Fahrzeug zum Schweben, so dass es den Boden nicht berührt. So reduzieren wir die Hauptreibung und können mit einer fünf- bis zehnmal höheren Energieeffizienz als ein Flugzeug arbeiten”- Juan Vicén Balaguer, Zeleros Hyperloop.

 

150 Mitarbeiter arbeiten aktuell daran die Vision einer emissionsneutralen und effizienten Reise möglich zu machen. Das Unternehmen arbeitet außerdem Hand in Hand mit den Institutionen der Europäischen Kommission und Akteuren aus dem Umfeld des Ökosystems an der Schaffung eines Regulierungs- und Normungsrahmens, um die grenzüberschreitende Interoperabilität von Hyperloops zu gewährleisten und so zu einer globalen Anlaufstelle für die Ultrahochgeschwindigkeitsmobilität zu werden, die das transeuropäische Hochgeschwindigkeitsnetz und darüber hinaus ausbaut.

 

 

Beitragsbild: Zeleros Hyperloop

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