Virtuelles Produktdesign – Ford entwickelt Autos in Virtual Reality

Die meisten von uns verbinden virtuelles Arbeiten mittlerweile mit dem Home Office. Doch Ford, die ihre Autoproduktion eingestellt haben, werden kreativ, wenn es um den Umgang mit der Pandemie geht.

Der Automobilkonzern hat seine Produktion von Autos im Zuge des Coronavirus eingestellt und seine Produktionsstraßen und Ressourcen auf die Herstellung von medizinischen Geräten verlagert, doch das heißt nicht, dass die Designer bei Ford nicht weiter an der Zukunft der Marke bauen können. Aktuell gibt es viele Fahrzeuge, die bei Ford in der Entwicklung sind, beispielsweise der elektrische Mustang Mach-E, der noch in diesem Jahr in Produktion gehen soll.


Die Arbeit der Ford Designer (Quelle: FOX News)

 

Die neuen Autos von Ford in Virtual Reality

Um diese Produkte voran zu treiben, arbeiten die Teams über ein Virtual Reality System kollaborativ an der Produktgestaltung und Entwicklung. Das verwendete Virtual Design Studio wurde ursprünglich entwickelt, um den Designern zu ermöglichen, auch mit Unternehmensstandorten überall auf der Welt zusammenzuarbeiten. Doch nun haben die VR Headsets und die Software ihren Weg in die Wohnungen der Entwicklerteams gefunden, wo sie nun gemeinsam an neuen Autotypen arbeiten und die Fahrzeuge von morgen planen.

Durch Headsets und Controller können die Designer im virtuellen Raum miteinander interaigeren und die Autos, ähnlich einem Tonmodell, entwerfen. Oberflächen Highlights und Formen werden dabei so klar dargestellt, dass sie in der Lage sind wichtige Designentscheidungen zu treffen.

 

Arbeit im virtuellen Raum (Quelle: Ford)

 

Da die „Avatare“ der Ford Designer mit virtuellen Laserpointern ausgestattet sind, können sie genau über kleinste Details am Auto diskutieren und so gemeinsam zu entscheiden. Trotz allem hoffen die Designer bald auch wieder am physischen Modell arbeiten zu können, um Entwürfe final für die Produktion freizugeben.

 

Trotz allem ist die Arbeit im virtuellen Raum nicht nur für Ford, sondern auch für die breite produzierende Industrie ein guter Weg, um über Distanzen hinweg zusammen zu arbeiten und gemeinsam virtuell Produkte zu entwickeln.

 

Beitragsbild: Ford

Alexander Pinker
Alexander Pinkerhttps://www.medialist.info
Alexander Pinker ist Innovation-Profiler, Zukunftsstratege und Medienexperte und hilft Unternehmen, die Chancen hinter Technologien wie künstlicher Intelligenz für die nächsten fünf bis zehn Jahre zu verstehen. Er ist Gründer des Beratungsunternehmens „Alexander Pinker – Innovation-Profiling“, der Agentur für Innovationsmarketing "innovate! communication" und der Nachrichtenplattform „Medialist Innovation“. Außerdem ist er Autor dreier Bücher und Dozent an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt.

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