Die digitale Transformation macht auch vor der Bildungsbranche nicht halt. Klassische Lehrmodelle geraten ins Wanken. Die Zukunft fordert neue Konzepte, ein anderes Rollenverständnis der Lehrer und vor allem eine gute technische Infrastruktur. Die Schulen in Deutschland müssen den neuen Anforderungen, die ein digitaler Wandle mit sich bringt gerecht werden. Große Koalition, Grüne und FDP haben sich daher auf den sogenannten „DigitalPakt Schule“ geeinigt.

Der Bund, so der Hintergrund der Digitalisierungsstrategie, soll bis zu fünf Milliarden Euro ins digitale Lernen an Schulen investieren dürfen. Durch die Zustimmung der genannten Parteien wurde nun die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament für eine Änderung des Grundgesetzes erreicht. Dieses lautet nun wie folgt:

 

„Der Bund kann den Ländern zur Sicherstellung der Qualität und der Leistungsfähigkeit des Bildungswesens Finanzhilfen für gesamtstaatlich bedeutsame Investitionen sowie mit diesen verbundene besondere unmittelbare Kosten der Länder und Gemeinden (Gemeindeverbände) im Bereich der kommunalen Bildungsinfrastruktur gewähren. Artikel 104b Absatz 2 Satz 1 bis 5 und Absatz 3 gilt entsprechend.“

 

Der DigitalPakt erlaubt es nun dem Bund Gelder in die Länder und Kommunen fließen zu lassen, um technologische Infrastruktur, aber auch das Schulpersonal zu erweitern. Bislang war Bildung reine Ländersache. Im Gegenzug verpflichten sich die Länder, mindestens zehn Prozent Eigenanteil zuzuschießen.

 

Digitalisierung an Schulen: Laptops, Notebooks und Tablets

Ein Instrument für den digitalen Wandel und die Einführung neuer Technologien im Unterricht sind die Laptops, Notebooks und Tablets, die einen digitalen und interaktiven Unterricht erst möglich machen. Für viele Schulen war dies bislang die größte Hürde um Technologien wie Augmented Reality, Virtual Reality oder Chatbots im Unterricht einzusetzen. Auch die Internetanbindung vieler Schulen war bislang eher mangelhaft. Mit einem starken WLAN und den passenden Instrumenten werden so interaktive Tafeln, pädagogische Kommunikations- und Lernplattformen, sowie eigene Schulserver möglich.

 

Einzelheiten zur genauen Umsetzung wollen Bund und Länder in einer Vereinbarung festlegen, die am 6. Dezember unterzeichnet werden soll. Am 14. Dezember wird diese dann dem Bundesrat vorgelegt. Durch die Anpassung werden auch Investitionen in den sozialen Wohnungsbau und Schienen-Nahverkehr der Kommunen möglich.

Der DigitalPakt Schule ist dabei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Auch wenn bei den Pädagogen häufig noch ein Umdenken einsetzen muss, ist die finanzielle Entlastung ein großer Schritt in der „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“. Bis 2021, so die Offensive, sollen alle Schülerinnen und Schüler zu jeder Zeit, wenn es den Lehrern jedenfalls sinnvoll erscheint, eine digitale Lernumgebung nutzen können, um noch jenseits des Unterrichts individuell gefördert zu werden.

Welche Chancen die Bildung der Zukunft mit sich bringt und wie sich Schulen schon heute darauf einstellen können, berichte ich am 30. November 2018 in meiner Keynote auf der Internationalen Bildungskonferenz in Wien.

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