Das Jahr 2030. Wie wird unsere Welt aussehen? Ist unser Leben bis dahin voll digitalisiert oder haben wir, vielleicht sogar willentlich, einen Hauch des Analogen beibehalten? Wenn man die aktuellen technologischen Entwicklungen betrachtet oder den Innovationen, die aktuell auf der diesjährigen CES 2018 in Las Vegas vorgestellt werden, folgt, sieht man sich 2030 schnell in den Sci-Fi-Welten wieder, die man aus Filmen kennt. Der Roboter, der den Haushalt macht, die virtuelle Welt als Ersatz für den Urlaub – also Balkonien 4.0. Doch wie sieht es in unserem Arbeitsalltag aus? Was sind die Anforderungen an die Mitarbeiter, aber auch an die Projektleiter im Jahr 2030? Dieser Frage geht die Blogparade des ProjektMagazin nach.

 

Projektleiter 2030 – längst abgeschafft oder Schaltzentrale der digitalen (Projekt-)Welt?

Unter diesem Titel ruft das Fachportal für Projektmanagement auf einen Blick in eine mögliche Zukunft zu werfen. Zu Recht, denn die Digitale Revolution ist nicht nur im vollen Gange, sie fordert bereits erste Opfer. „Disruption“ heißt es dabei in vielen Medien, denn immer mehr Branchen werden in ihren Grundfesten erschüttert. Hätte die Hotelbranche Airbnb rechtzeitig kommen sehen, hätte sie sich dagegen wehren können. Heute werden sie, zumindest was die Anzahl der Angebote betrifft, bei weitem überholt. Die richtigen Trends zu erkennen ist nicht immer leicht – und wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung ins Unbekannte.

Technologisch wird die Welt 2030 nichtmehr dieselbe sein. Mit immer kürzer werdenden Innovationszyklen und immer schnelleren Neuerungen und Entwicklungen kann man kaum vorher sehen, in welche Richtung die technologische Zukunft gehen wird. Doch es lassen sich ein paar Spuren des Wandels erkennen. Automatisierung wird ein bedeutender Bestandteil der Arbeitswelt der Zukunft. Mit immer besseren Entwicklungen in der Robotik und im Machine Learning Segment, werden einige Berufe die wir heute noch fest mit Menschen verbinden automatisiert sein. Doch welche Konsequenzen haben Digitalisierung und Automatisierung für den Projektleiter in den Unternehmen?

Auch dieser Berufszweig sich wandeln, doch glaube ich nicht, dass er obsolet wird. Der Projektleiter 2030 wird ein Vermittler zwischen Maschine und Mitarbeiter werden. Das Projektmanagement wird dabei als eine notwendige unternehmerische Fähigkeit wachsen und die neuen Technologien als Werkzeuge der Projektsteuerung nutzen. Die Projektmanager von Morgen werden nicht nur strategische Mehrwerte schaffen müssen, auch ihr Change Management, ihr Risikomanagement und ihre agilen Fähigkeiten sind gefragt, um die Unternehmen voran zu bringen. Da Robotik und künstliche Intelligenz viele einfache und vorhersehbarere Aufgaben übernehmen, müssen die Projektmanager, die an der Seite dieser Technologien arbeiten, bei unvorhergesehenen Problemen eingreifen.

 

Eine Zukunftsaufgabe für Unternehmen

Vorausschauende Unternehmer, die in den Aufbau von agilen, flexiblen und kreativen Mitarbeitern investiert haben, finden sich bis 2030 in Teams wieder, die in der Lage sind, die Vorteile des menschlichen Geistes mit den effizientesten Funktionalitäten der Zukunftstechnologie zu kombinieren.

Die Arbeitgeber von Morgen müssen dafür jedoch die Investitionen in Technologie und Humanressourcen ausbalancieren, um die Produktivität zu maximieren und neue Kompetenzen bei den Projektleitern zu entwickeln.

 

Die Frage ist also, wird es einen Projektleiter 2030 noch so geben? Die Antwort ist dabei kein einfaches „Ja“ oder „Nein“. Wenn ich mir eine Person vorstellen muss, die diesem Berufsbild nachgeht, dann sehe ich einen Mitarbeiter vor mir, der gelernt hat mit Daten umzugehen, der sich den Annehmlichkeiten der Automatisierung und Individualisierung angepasst hat und deren Vorteile erkennt, jedoch gleichzeitig kritisch sein eigenes Wohlbefinden und seine Fähigkeiten pflegt und sich, sein Projekt und das Unternehmen durch agile, zukunftsgerichtete Entscheidungen voranbringt.

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