Südafrika wollte Vorreiter sein. Im April 2026 veröffentlichte das Land seine erste nationale KI-Strategie – 80 Seiten, vom Kabinett abgesegnet, bereit für die öffentliche Konsultation. Zwei Wochen später war sie wieder weg. Der Grund: Mindestens sechs der 67 wissenschaftlichen Quellen existierten nicht. Erfundene Journale. Erfundene Autoren. Erfundene Studien. Typische KI-Halluzinationen. Das Dokument, das KI regulieren sollte, war selbst von KI geschrieben – ohne dass es jemand geprüft hatte. Minister Solly Malatsi nannte es „inakzeptabel“ und zog die Strategie komplett zurück. Aber Südafrika ist kein Einzelfall. In den USA wurden Anwälte suspendiert, weil sie halluzinierte Urteile zitierten. Wissenschaftliche Konferenzen fanden über 50 erfundene Quellen in eingereichten Papers. Und ein Wall-Street-Anwaltsbüro musste sich entschuldigen, weil KI-generierte Fake-Zitate in einem hochrangigen Gerichtsverfahren landeten. Die Frage ist nicht mehr, ob KI halluziniert. Die Frage ist: Wer prüft nach?

