Cobots sind ein Thema, welches immer mehr Unternehmen aus Industrie und Fertigung beschäftigt. Der Begriff „Cobots“ steht dabei für kollaborative Roboter. Diese sind für die direkte Interaktion zwischen Mensch und Maschine gedacht. Anders, als es bislang der Fall war, sind die Cobots in unmittelbarer Nähe zum Menschen und nicht, wie bisher, durch einen Zaun oder ähnliche Schutzmaßnahmen von ihnen getrennt. Die Cobots sollen kooperieren und gemeinsam mit dem Menschen arbeiten.

Schon die Bauweise der kollaborativen Roboter ist auf die Interaktion mit dem Menschen ausgelegt. Die eingesetzten Leichtbauwerkstoffe, abgerundete und weiche Kanten und die Begrenzung von Geschwindigkeit und Kraft sind vollständig auf die sichere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ausgelegt.

JUNG setzt auf Mensch-Roboter-Kollaboration in der Montage

JUNG setzt auf Mensch-Roboter-Kollaboration in der Montage (Quelle: Universal Robots)

Arten von Cobots

Allgemein kann man vier Arten von kollaborativer Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine unterscheiden:

  • Koexistenz: In der Koexistenz arbeiten Mensch und Roboter nebeneinander. Sie haben jedoch keinen gemeinsamen Arbeitsraum, sondern sind in ihren Aufgaben noch getrennt voneinander.
  • Sequentielle Zusammenarbeit: Im Gegensatz zur Koexistenz, arbeiten Mensch und Maschine hier in einem Arbeitsbereich. Sie sind jedoch nicht gleichzeitig an einem Teil oder einer Maschine tätig und ergänzen sich hier nur.
  • Kooperation: Hier kommt es zur echten Zusammenarbeit zwischen Roboter und menschlicher Arbeitskraft. Beide arbeiten zur gleichen Zeit an einem Teil oder einer Maschine.
  • Reaktionsfähige Zusammenarbeit: Wenn beide Parteien kooperieren, kann es schnell passieren, dass man sich in den Weg kommt. Die reaktionsfähige Zusammenarbeit soll dem entgegenwirken. Der Roboter reagiert in Echtzeit auf die Bewegung des Menschen und passt sich diesen an.

Aktuell ist es noch so, dass die Cobots und Menschen sich zwar einen Platz teilen, jedoch die Aufgaben häufig noch unabhängig voneinander oder in sequenzieller Zusammenarbeit erledigen. Eine wirkliche Kooperation ist bislang wenig vorhanden, nimmt jedoch aktuell immer stärker zu.

Aus diesem Grund entsteht aktuell das neue Berufsbild des Man-Machine Teaming Managers. Dieser muss die Stärken des Menschen, wie beispielsweise Urteilsvermögen oder Kognition, mit den Vorteilen der jeweiligen Maschine abgleichen und kombinieren, um ein möglichst produktives Arbeitsteam zu schaffen. Auch wenn das Berufsbild noch sehr am Anfang steht, werden solche Serviceleistungen in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Cobots sind dafür da, um den Menschen zu unterstützen und zu schützen. Unternehmen müssen schon heute damit beginnen ihre Fertigungsanlagen und Fabriken auf die Zukunft vorzubereiten. Automatisiert, kollaborativ und sicher.

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