digina Story

Unser digitales Leben – eine digina Story

Unser Leben wird immer mehr von digitalen Diensten und Geräten verändert. Allein an einem Tag generieren wir 2,5 Trillionen Byte und ich vermute, dass diese Zahl in diesem Moment, während ich diese Worte schreibe, schon wieder obsolet geworden ist. Wir haben unser Leben neu ausgerichtet. Unser Smartphone ist Kalender, Navigationssystem und TV, unsere Konversationen laufen über WhatsApp, Facebook oder E-Mail. Analog ist out und digital ist das neue normal.

 

In dieser digitalen Zeit muss man aber auch weiterdenken. Aktuell organisiere ich, sowohl als Innovation-Profiler, als auch als Vorstand des Startup-Netzwerk SUN, gemeinsam mit Partnern die digina. Die digina ist die Konferenz zum digitalen Leben, doch nicht nur zum digitalen Leben, sondern auch zum digitalen Nachlass.

Wer jetzt stutzt, sollte sich nun über eine Frage Gedanken machen. Wenn wir am Tag 2,5 Trillionen Bytes generieren…was passiert mit all den Daten, wenn es uns mal nichtmehr gibt? In Zeiten des digitalen Lebens ist das digitale Bewahren eine Herausforderung geworden. Nicht nur das Bewahren von den Daten, die unser Leben prägen, sondern auch von denen, die es für die Nachwelt zu erhalten gilt. Für diejenigen, die mit der Sammlung und Bewahrung des kulturellen digitalen Erbes betraut sind, stellt sich die dringliche Frage, was von diesen riesigen Materialmengen für künftige Generationen aufzubewahren ist und wie sie ausgewählt und bewahrt werden können.

 

digina Story

Eine große Konferenz wie die digina in München zu organisieren braucht viele Leute. Neben meinen lieben Co-Organisatoren Sabine Landes und Mario C.G. Juhnke gibt es so viele Rädchen und fleißige Helfer, die man kaum erwähnen kann. Doch ein Event lebt von seinen Geschichten, nicht nur denen, die die Presse am Ende über die Veranstaltung erzählt, sondern auch von denen, die auf der Veranstaltung erzählt werden. Aus diesem Grund haben wir die Aktion #diginastory ins Leben gerufen.

Dieser Beitrag ist meine digina Story. Doch erzähle ich nicht von einem persönlichen Erlebnis, welches mich zum digitalen Nachlass als relevantes Thema gebracht hat oder von einer Geschichte die mir erzählt wurde, ich möchte meine Leser, euch, heute dazu motivieren das digitale Erbe aus einer anderen Perspektive zu betrachten – als Chance.

 

Eine Minute im Internet 2017 (Quelle: LoriLewis/OfficiallyChadd)

 

Pro Minute werden 72 Stunden an Videomaterial auf YouTube geladen und 4,1 Millionen Videos angeschaut, 3,5 Millionen Suchanfragen laufen über Google, 156 Millionen E-Mails werden verschickt, 2,5 Millionen Mal wird „Teilen“ auf Facebook gedrückt und 452.000 Tweets werden verschickt. Unser Leben ist digital. Wir haben das Potenzial die gesamte Welt mit einem Blogpost zu erreichen, mit Freunden überall auf dem Globus zu sprechen oder auch einfach überall arbeiten zu können – dezentral, mobil und frei von irgendwelchen geografischen Bindungen.

Doch haben wir mehr als eine Revolution in der Art der Kommunikation, wir haben das Potenzial digital unsterblich zu werden. Ich rede dabei nicht von Artificial Intelligence Lösungen wie beim Film „Transcendence“ mit Johnny Depp, ich meine vielmehr, dass unsere Arbeit, unser tägliches Tun unser eigenes kleines digitales Erbe sein kann. Dies kann ein professionelles Erbe sein, in dem wir in Videos unser Wissen ins Internet stellen, doch es kann auch ein ganz privater Nachlass sein.

Ein Nachlass für die Familie, dass unsere Kinder und Enkel vielleicht auch in vielen Jahrzehnten noch die Fotos aus unserer Studienzeit oder unserer persönlichen Errungenschaften sehen können. Vielleicht sehen sich meine Enkel eines Tages Fotos von mir während meines Vortrags auf der Bühne der digina an und denken sich…um ehrlich zu sein möchte ich nicht wissen, was sie sich denken werden.

Dies ist meine #diginastory. Sie ist ein Aufruf. Hinterlasst euren digitalen Nachlass und ich rede nicht von Cloud-Lösungen oder Account-Einstellungen, die ihr bitte auch einrichten solltet, ich spreche von eurem individuellen und persönlichen Nachlass. Eurer Chronik, eurem Leben. Hinterlasst es der nachfolgenden Generation und zeigt ihnen, wer ihr wart. Hinterlasst eure Spuren im digitalen Kosmos und werdet unsterblich.

 

Informiert euch auf der digina

Alle, die jetzt neugierig geworden sind, was es mit dem digitalen Nachlass auf sich hat möchte ich herzlich zur digina in München einladen. Am 04. November 2017 findet im Burda Bootcamp das digina BarCamp statt. Hier habt ihr die Möglichkeit die digitale Zukunft mitzugestalten und innovative Lösungen gemeinsam in einem interdisziplinären Team zu entwickeln.

Am 16. November dann findet die Konferenz statt. Alle Informationen zum Event findet ihr unter www.digina-conference.com. Für euch habe ich dabei einen speziellen Rabatt, gebt bei den Tickets einfach „SpecialB17“ ein und kommt vergünstigt zum Event in der Alten Rotation im Pressehaus München. Um 10 Uhr gibt es von mir dann eine Keynote zum Thema „Digitales Leben – von Daten, Unternehmen und der Zukunft“, wo ich euch mit auf eine Reise durch die digitale Transformation und ihre Bedeutung für unsere Zukunft nehme.

Bei Fragen freue ich mich über einen Kommentar oder eine Nachricht. Wenn ihr auch eure digina Story teilen möchtet, dann möchte ich euch dazu ermuntern.


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