Daten - Digitales Erbe und Digitaler Nachlass

Daten – von Problemen und der Suche nach Lösungen

Daten prägen unsere Zukunft. Bis zum Jahr 2020 werden wir bei 45 Zettabyte angekommen sein, eine Zahl, die unfassbaren 45 Trillionen Gigabyte entspricht. Schaut man sich in den einzelnen Branchen um, scheint es keine mehr zu geben, in der die Daten nicht eine eigene Währung geworden sind. Von der Industrie über den Handel bis zu den Haushaltsgeräten, alles ist datengesteuert und vernetzt.

 

Das auf diesen Trend auch die Startup-Unternehmen aufspringen, ist daher nicht verwunderlich. Mit frischem Elan und kreativen Ideen bringen Sie die Innovation in unsere datengetriebene Welt. Doch ein Thema scheint die letzten Jahre immer stärker auf: die digitale Nachsorge. In einem digitalen Leben muss es für alle Prozesse eine Regelung geben. Wir kümmern uns um Datensicherheit, Datenschutz, Datenspeicherung – doch das Erbe all dieser Bemühungen wurde bisher eher stiefmütterlich behandelt.

Doch Zeiten ändern sich; ein Paradigmenwechsel geht durch die Branchen. Längst ist der digitale Nachlass kein graues Thema der Trauer mehr. Gründer und Startups bringen Effizienz, Flexibilität und Transparenz in den noch neuen Markt. Sei es durch Apps, die eine Orientierung im Dschungel des digitalen Erbes geben oder durch KI getriebene Computer-Forensik und Internetrecherche-Programme. Wie das Gründertum die meisten Branchen in Zeiten der digitalen Innovation grundlegend verändert hat, macht es das Gleiche mit der Art, was wir nach unserem Leben hinterlassen – sie revolutionieren, digitalisieren und kreieren sie. Es entstehen einzigartige Lösungen, die unser (Ab)leben einfacher machen.

 

Von den großen und kleinen Innovatoren

Doch auch die „Großen“ wie Facebook und Google sind an dem Thema dran. Bei Facebook können Angehörige dem bedauerlicherweise erkalteten Account ein Ende setzen oder einen Gedenkstein für den Verstorbenen setzen. Bei Google übernimmt ein Kontoinaktivitäts-Manager das System und sorgt für eine Löschung des Accounts oder ausgewählter Dienste. Die Beispiele lassen sich über Twitter, XING und LinkedIn fortsetzen. Bei allen Anwendungsfällen wird eines klar – das Thema kratzt auch bei den großen Innovatoren nur an der Oberfläche.

Da juckt es mir als Innovation-Profiler und Startup Business Enabler in den Fingern, denn das Problem liegt bereit, doch wo sind die innovativen Lösungen und Ideen? Ein großer Ideation Prozess ist jedoch nicht notwendig, auch keine Tipps an befreundete Gründerinnen und Gründer. Der Markt wächst und entwickelt sich auf unglaubliche Art und Weise. Überall auf der Welt gibt es bereits die kreativsten Lösungen für alle denkbaren Bereiche des digitalen Nachlasses. Doch alle tun sich schwer das doch so finster positionierte Thema zu kommunizieren. Gerade Startups, die sich nicht immer durch eine ausgeprägte Öffentlichkeitsarbeit hervortun, kämpfen an einer richtigen Platzierung. Doch die Zeiten ändern sich gerade und der graue Schleier verschwindet vom Thema des digitalen Nachlasses.

Gründer in diesem Bereich lassen sich inspirieren und müssen mutig sein die Ideen voran zu treiben, denn eines ist klar – wir alle werden immer digitaler und wir alle werden irgendwann gehen. Wenn wir also nicht wollen, dass das was wir uns über unser digitales Leben hinweg mühevoll angesammelt haben einfach im Sand versickert, all die Erinnerungen, Ideen und Schätze, brauchen wir Lösungen. Daten sind nicht nur unsere neue Währung, sie sind auch ein untrennbarer Teil unseres Lebens geworden.

 

Die Konferenz zum Digitalen Leben

Dieser Beitrag wurde von mir ursprünglich für eine Konferenz veröffentlicht, die ich aktuell gemeinsam mit Mario C. G. Juhnke, Sabine Landes, Dennis Schmlk und David Sporer organisiere. Mit der zunehmenden digitalen Vernetzung unserer Gesellschaft und unseres gesamten Lebens rückt die Verwaltung von Daten, Zugängen und ganzen Identitäten zunehmend in den Vordergrund. Die digina 2017 bietet Unternehmern, Interessierten und Gründern wertvolles Fachwissen, Raum für Ideen und Kooperationen und ein breites Netzwerk. Namhaften Speakern aus Innovation, Digitalisierung und Wirtschaft bringen Inspiration für die eigene innovative Idee und sollen in das Thema einführen. Ein Teil davon ist meine Keynote zum Thema „Digitales Leben – von Daten, Unternehmen und der Zukunft“.

Als Vorgeschmack auf die Konferenz in München veranstalten wir, gemeinsam mit dem Startup-Netzwerk SUN ein Barcamp. Hier werden die wesentlichen Themen des digitalen Nachlasses analysiert und bearbeitet werden. Am Ende sollen Lösungen stehen, die helfen sollen das Thema in die breite Öffentlichkeit zu bringen. Fachgebiete sind dabei unteranderem Marketing, Business Model, Legal, Social und vieles mehr.

Wenn ihr jetzt Interesse an dem Thema habt, schaut auf digina-conference.com und kommt am 16. November 2017 vorbei!

 


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