Innovation erklärt - Artificial Intelligence

Innovation erklärt: Artificial Intelligence

Das Thema Artificial Intelligence beschäftigt die Menschheit schon seit langem. Seit der Begriff erstmals 1956 aufkam gab es nicht nur eine Reihe realer Innovationen und Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz, auch Hollywood lässt das Thema nicht ruhen. Ob in Klassikern wie Kubricks Odyssee 2001 (1968) oder Steven Spielbergs AI – Künstliche Intelligenz (2001) oder neueren Filmen wie Her (2013) und Ex Machina (2015). Doch was ist Artificial Intelligence überhaupt?

 

Artificial Intelligence – Die denkenden Maschinen

AI umschreibt allgemein gefasst die Nachbildung menschlicher Intelligenz durch Maschinen bzw. Computersysteme. Dabei werden die Schlüsseleigenschaften unseres Denkens künstlich initialisiert und nachgebildet. Hierzu gehören besonders die Bereiche Lernen, Logik und Selbstreflektion.

 

IBM Watson und Bob Dylan (Quelle: IBM)

 

All die Funktionen basieren auf Algorithmen, die logische Zusammenhänge zwischen den in der Datenbank der Maschine befindlichen Informationen schaffen. Die Daten ergänzen sich dabei selbstständig durch neu „erlernte“ Inhalte. Trotz einer simulierten Ähnlichkeit unterscheiden sich Kognition und Entwicklungsstadien massiv vom menschlichen Denken. Nach aktueller Forschung ist es so beispielsweise nicht möglich, dass eine Maschine Gefühle wie Liebe, Hass oder Angst empfinden kann. Sie ist jedoch in der Lage diese zu simulieren und überzeugend wiederzugeben.

 

Arten von Artificial Intelligence

Es gibt verschiedene Arten künstlicher Intelligenz. Die University of Stanford definierte in einem Online-Aufsatz eine Reihe möglicher Arten von KI, die im Folgenden ausgewählt dargestellt werden:

  • Logical AI: Die künstliche Intelligenz schlussfolgert aus ihrem Datenbestand über bestimmte Situationen den nächsten logischen Zug und trifft eine Entscheidung, die der Zielerreichung zweckdienlich ist.
  • Search: Das Programm errechnet alle potenziellen Möglichkeiten und wählt den plausibelsten Zug aus  (z.B. beim Schachspiel).
  • Pattern Recognition: Die Mustererkennung kombiniert gegebene Daten zu einem ganzheitlichen Bild. Diese Art künstlicher Intelligenz kann beispielsweise genutzt werden, um einen Menschen anhand von Augen- und Mundform zu erkennen.

 

Man kann diese Funktionen noch lange weiterführen. Die vollständige Liste aller von Stanford definierten KI-Funktionalitäten kann hier eingesehen werden, doch egal ob Musterkennung, Heuristik oder logische Schlussfolgerung; Fakt ist, dass aus der Vielfältigkeit der künstlichen Denkprozesse eine Reihe von Anwendungsfällen geschaffen werden können. Sei es der persönliche virtuelle Assistent oder die Unterstützung bestehender Prozesse. KI findet schon heute Anwendung in der Forensik, Produktion und Prozesssteuerung, doch auch in alltäglichen Geräten wie dem iPhone oder in Amazons Alexa.

Amazon Echo im Einsatz (Quelle: Amazon)

 

Natürlich darf bei einer solchen Entwicklung auch die Kritik nicht fehlen. Große Denker unserer Zeit wie Elon Musk oder Stephen Hawking warnen vor Artificial Intelligence und prophezeien eine Gefahr für die Menschheit. Ob dies nun wirklich bedeuten muss, dass die Maschinen, wie in Terminator, die Kontrolle übernehmen ist noch mehr als fraglich.

Zentral ist, dass sich die Welt grundlegend verändern wird. Wo die Entwicklungen hingehen werden wird sich in naher Zukunft bereits herauskristallisieren, doch Tech Giganten wie IBM mit Watson, Facebook mit Jarvis und Amazon mit Alexa ebenen den Weg in die Welt, wo die intelligenten Maschinen eine wichtige Rolle spielen werden.


Schreibe einen Kommentar

*